Heft 
(2008) 2/2008. Dezember 2008
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Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer 1

Hoffnungen, die von Scham und Schüchternheit begleitet werden Bitte um Weihnachtsspende für ehemalige KZHäftlinge

Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. In Furopa ist es für die meisten Menschen(unabhängig von Religions- zugehörigkeit oder Gottesglaube) wahrscheinlichder schönste Feiertag im Jahr, begann die Auschwitz-Uber- lebende Eva Pus?ztai die Schilderung ihres Schicksals bei einer Gedenkver- anstaltung, Zu der sie die Lagergemein- schaft-Freundeskreis der Auschwitzer im November nach Butzbach eingela- den hatte(Siehe Seite 3 ff). Sie erinner- te aber auch daran, dass bereits der

1944 bastelte Leokadia Szymanska, die da- mals in Auschwitz Patientin im Lagerhospi- tal des KꝰZ war aus Holz und Papier einen Kleinen Weihnachtsbaum. Er ist heute Teil der Sammlung des Staatlichen Museums in Auschwitz-Birkenau.

Ursprung des Festes- die biblische Ge- schichte von der Geburt Jesu- schon vor 2008 Jahren für viele Menschen mit großem Unheil verbunden war. Der jüdische König Herodes hatteaus Angst um seine Macht alle Kleinkin- der bis Zzum Alter von zwei Jahren- ten lassen.Fin später Nachfolger von diesem Herodes, Ss0 Eva Pusztai wei- ter,Konnte vor 70 Jahren die'arische' deutsche Bevölkerung dazu hetzen, dass alles, was mit Juden in Zusam- menhang gebracht werden konnte, in Brand gesetzt, geplündert, in Trümmer geschlagen wurde, überall in Deutsch- land und Gsterreich- und diese Po- grome wurden dann noch triumphie- rend alsKristallnacht bezeichnet. Leider war es 80, dass 1938 viele gar nicht dazu gehetzt werden mussten, sich an den Gewalttaten und Plünde- rungen zu beteiligen, sondern sehr bereitwillig Zur Stelle waren. Auch die Tãter haben damals und in den folgen- den Kriegsjahren fröhlich Weihnach- ten gefeiert. Auch in Auschwit? wurde das Fest von den Wachmannschaften begangen. Unser Vereinsgründer Hermann Reineck hat oft geschildert, wie ihm das Weihnachtsfest 1942 lebendig in Frinnerung geblieben ist als Gräuel. Damals ließ die SS im Stammlager die Hãäftlinge unter einem großen beleuchteten Weihnachtsbaum zum Appell antreten.Die Schwäch- sten- die Muselmänner- wurden, so- fern sie nicht mehr stehen konnten, bei Minus 34 Grad unter diesen Baum ge-