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(2008) 1/2008. August 2008
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32 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer

Monowitz-Häftling Nr. 181926

Wer kann Auskunft zu Robert Limacher aus Lothringen geben?

Robert Limacher, 1905 in Lothrin- gen geboren, war Hãäftling in Auschwitz- Monowitz. Er hatte die Häftlingsnum- mer 181926. Seine Enkelin Blaine und ihr Fhemann Heinz Weimann haben vor einiger Zeit Nachforschungen an- gestellt, um Näheres über das Schicksal des vor mehr als zwanzig Jahren ver- Storbenen Großvaters zu erfahren.

Der Gestapo galt Robert Limacher alsHaupt des passiven Widerstands und als RUCKHALT der noch fran- Zösisch eingestellten Elemente, wie es in einer Beurteilung der NSDAP- Ortsgruppenleitung heißt. Limacher war im August 1941 drei Wochen in Untersuchungshaft in Metz, weil er der Beihilfe zur Fucht von franzõsi- schen Kriegsgefangenen verdächtigt wurde. Zwar wurde er mangels Bewei- se entlassen, jedoch wurde beurteilt: es wäre angebracht ihn während der Dauer der Feindselichkeiten in Schutzhaft Zu verwahren und seine en- gere Familie nach den Ostgebieten umzusiedeln(Rechtschreibung im Original beibehalten).

Deportiert wurde die Familie Limacher 1943(vermutlich im Janu- ar). Ehefrau Camille und Sohn Jean- Jacques kamen ins VOMI-Lager 136, Mittlau. Robert KHimacher wurde von der SAPO-Dienststelle Breslau nach Auschwitz überstelit. Der genaue Auf enthaltsort vor seinerWeiterleitung nach Auschwitz ist nicht bekannt. Es wird vermutet, dass er am 21. April 1944 in Auschwitz ankam. Danuta Gech notiert im Kalendarium an die-

sem Datum:Die Nummern 181913 bis 181949 erhalten 37 mit einem Sam- meltransport eingelieferte Häftlinge. Im Archiv des Museums in Auschwitz ist lediglich eine Häftlingskarteikarte von ihm vorhanden. Fin erhaltener Brief von Robert aus Auschwitz an sei- ne Frau enthält die Absenderangabe Block 42. Dieser Block gehörte zum Schutzhaft- und Erziehungslager Jeil von Auschwitz III(Monowitz).

Aus unbekannten Gründen wurde Robert Limacher am 10. Oktober 1944 aus demKI Auschwitz II/ Mono- witz entlassen. Warum und wohin ist unbekannt. Er fand nach Kriegsende zu seiner Familie zurück und lebte in seiner Heimat Lothringen.

Flaine und Heinz Weimann haben in verschiedenen Archiven, beim Fritz-Bauer-Institut und der IST Bad Arolsen Nachforschungen angestellt. Die PErgebnisse sind jedoch sehr lückenhaft. Sie bitten deshalb unsere Leserinnen und Leser- insbesondere ehemalige Auschwitz-Häftlinge- zu überlegen, ob sie sich an Robert H- macher erinnern und ihre Erinnerun- gen mitteilen können. Die Lagerge- meinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer vermittelt den Kon- takt zu Flaine und Heinz Weimann. Wir sind per EMail zu erreichen unter info Glagergemeinschaft-auschwitz. de. Anfragen per elefon bitte bei Hans Hirschmann unter Rufnummer (o6101) 32010.

NHans Mirschmann