28 Lagergemeinschaft Auschwitz-Freundeskreis der Auschwitzer
Nur die Sterne waren wie gestern
Begegnung mit Henryk Mandelbaum
Nach meinem eysten Arheitstug wollte ich nicht mehr leben. Ich habe in der Nachitschicht geurbeitel. Für das, was ich in dieser Nacht erlebt habe, gibt es Keine Worte. Wach dieser Nacht wur die Welt nicht mehr die vom 7ag da- voyn mein Lehen war nicht mehr das alte. Jch wur nicht mehr der von ge— vern. Nur die Sterne wuren wie gestern. Sie wuren mein einziger Trosl.
Henryk Mandelbaum war Häftling im jũdischen Sonderkommando im Ver- nichtungslager Auschwit?-Birkenau. Ihm ist die Ausstellung„Nur die Sterne waren wie gestern“ gewidmet, die im Ja- nuar dieses Jahres im evangelischen Ge- meindehaus Rodgau-Dudenhofen bei Frankfurt zu schen war. Henryk Man- delbaum war bei der Bröffnung anwe- Send und hat zudem bei zwei weiteren Jerminen in der Umgebung über„seine Arbeit“ im Sonderkommando erzählt.
bildungswerk-ks.de. Der Katalog„Nur die Sterne waren wie gestern-Henryk Mandelbaum, Häftling im Sonderkom- mando von Auschwitz 1944/1945(ISBN 3-00-018142.3) ist im Buchhandel oder beim Bildungswerk Stanislaw Hant⸗z (Kassel) zum Preis von 12.50 Euro erhältlich.
Henryk Mandelbaum
Dieses Kommando des Grauens musste die Leichen der ermordeten Opfer aus den Gaskammern zerren, sie in den Kre- matorien oder auf Scheiterhaufen ver- brennen; vorher waren ihnen die Haare abgeschnitten und die Goldzähne zur weiteren„Verwertung“ herausgebro- chen worden.
Die Ausstellung stellt den Menschen Mandelbaum in den Mittelpunkt. Sie macht die Wirkung von Geschichte und Politik auf ein menschliches Einzel- Schicksal sichtbar. Gezeigt wird, wie Henryk Mandel- baum vor dem Krieg mit seiner Familie lebte, der kurze, schreckliche Weg der jüdischen Familie von einem normalen Leben in Verachtung, Verfolgung und Vernichtung; gezeigt wird, wie der junge Man- delbaum in sein eigenes Leben trat, was die Nazis ihm angetan haben und wie er aus der Einsamkeit Seines Leidens ins Leben hat Zzurückfinden können.
Die Ausstellung ist in deutsch-polnischer Ko- operation entstanden und wurde 2005 in Oswiecim zum ersten Mal gezeigt. Beteiligt sind das Bil-


