Neue Facetten eines Schrecklichen Geschehens
Lagergemeinschaft-Freundeskreis unterstũtꝰt die Edition eines der erschütterndsten Dokumente der NS-Herrschaft
des betto lodt lihmannstadt
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1941
FHerausgegeben von Sascha Feuchert, Erwin Leibfried, Jörg Riecke. In Koope- ration mit Julian Baranowski, JOanna PodolskKa, KTystyna Radziszewska, EcekK Walicki. Unter Mitarbeit von Imke Jans- senMignon, Andrea Löw, Janna Ratu- sinska, Elisabeth Turvold und Ewa Wiatr
Schriftenreihe zur Lodzer Getto- Chronik Hg. von der Arbeitsstelle Ho- locaustliteratur an der Universitãt Sießen und dem Staatsarchiv Lodz)
3052 Seiten, 168 Abbildungen, 5 Bän- de im Schuber, Format: 15,5 X 23 cm; ISBN 3 89244 834 5, Wallstein, Göttin- gen, 2007; 128 Euro
Die Lagergemeinschaft Auschwitz Freundeskreis bezuschusste die Fi- nanzierung der Edition mit 3000 Euro.
Zwischen 1940 und 1944 pferchten die Nationalsozialisten im besetzten Lodz Cpãter umbenannt in Litzmann- Stadt) nahezu 200.000 Juden auf etwas mehr als vier Quadratkilometern zu— sammen. Die Getto-Chronik, ein rund 2000 eitiger Text wurde seit 1941 auf Polnisch und Peutsch von der Verwal- tung des„Judenältesten von Lit?z- mannstadt-Getto“ erstellt. Wie eine Zeitung, die sich einer internen Zenur unterwerfen musste, verzeichnet die Chronik akribisch die Ereignisse im Getto, gibt Einblicke in die kursieren- den Gerüchte und widmet selbst dem „Getto-Humor“ eine eigene Rubrik. Mehr als 15 Mitarbeiter- überwiegend Ournalisten und Schriftsteller- schrie- ben tãglich an der Chronik.
Die Pdition bietet erstmals eine vollstãndige wissenschaftliche Ausgabe. Entstanden ist ein einmaliges und er— greifendes Dokument, das nicht nur Zeugnis ablegt vom schreibenden Wi derstand der beteiligten Autoren, son- dern auch deren Wunsch zu erfüllen Sucht, einen Beitrag zur Erforschung ih- rer Lebens- und Leidensbedingungen zu leisten
Kurz vor seinem Tod hat Walter Kempowski die Pdition zur Kenntnis genommen:„Die Ferausgahe ist ein großes Feignis Das schecMiche Ge- Schehen im CQfen hekommt immer nele Facetten. Und daß sich ein Verlag an diese große Autahe heranwagt jt ein glutes Zeichen. VWir dirfen nicht nachlas- sen in der Eforschung dor doutschen SChU Por ahren hatte ich einen Töi der Chronik in der Hand Ich wünsche dem Wrk große Verbreitung“


