Stolz und Scham
„Wir sind stolz, dass Anne Frank Frankfurterin war“, zitierte die Frank- furter Rundschau im März dieses Jahres den Kulturdezernenten Hans-Bernhard Nordhoff(SPD). Bei einer Gedenkver- anstaltung im Historischen Museum der Stadt anlässlich von Anne Franks 60. Todestag sprach Nordhoff zudem von„Nazi-Schergen“, die Anne Frank in den Tod getrieben hätten.
Als„vermessen“ kritisierte der His- toriker Götz Aly diese Sprach- und
eine Randnotiz
Sichtweise.„Es kann nur ein Stolz sein, der mit Scham und Schande durchsetzt ist. Stol? müsste man auf die Menschen sein, die der Familie Frank im Versteck geholfen haben. Aber das waren Hollän- der“, entgegnete er. Auch habe Anne Frank in ihrem Tagebuch nie von Nazi- Schergen geschrieben, sonden von„,den Deutschen“, inofern werde das Wort Nazi-Schergen der Realität nicht ge- recht, widersprach Aly dem Dezernen- ten.(Zu Gõtz Al/ viehe Seite 26 10
Inhaltsverzeichnis Seite „Wir waren doch tote Menschen“ 2 Findrũcke von einer Studienreise nach Auschwit?
Der„Kleine Pole“ und Kommandant Höß 6 Wie Jozef Paczynski Friseur wurde
Dank für Spenden 7 Besuch in der Ambulanz für ehemalige KZHãäftlinge
Erinnerung an Hermann Reineck 8 Pine Würdigung zum 10. Todestag
Lieselotte Thumser-Weil starb vor zehn Jahren 10 Melanie Spitta ist tot 12 „Ich hatte viel Glück“ 13 Veranstaltung mit dem MonowitzHãftling Peter Woflff
Vernichtung auf der Todesstiege 15 Besuch in der Gedenkstätte Mauthausen
Die Frage nach dem„Wert des Lebens“ 18 Die Futhanasie-Gedenkstätte Schloß Hartheim
Ernst-Klee-Schule in Mettingen 20 Ich war die Nummer 45837 23 Fugenia Bozena Kaczynska überlebte das Birkenauer Frauenlager
Wie konnte das geschehen 26 Zu zwei Neuerscheinungen von Gõtz Aly und Harald Welzer
Das Antlitz von Auschwitz 29
Uber den Wert des„Auschwitz Albums“ und den Umwert der neuesten Edition
Impressum
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