Heft 
(2005) 2/2005. Dezember 2005
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Stolz und Scham

Wir sind stolz, dass Anne Frank Frankfurterin war, zitierte die Frank- furter Rundschau im März dieses Jahres den Kulturdezernenten Hans-Bernhard Nordhoff(SPD). Bei einer Gedenkver- anstaltung im Historischen Museum der Stadt anlässlich von Anne Franks 60. Todestag sprach Nordhoff zudem vonNazi-Schergen, die Anne Frank in den Tod getrieben hätten.

Alsvermessen kritisierte der His- toriker Götz Aly diese Sprach- und

eine Randnotiz

Sichtweise.Es kann nur ein Stolz sein, der mit Scham und Schande durchsetzt ist. Stol? müsste man auf die Menschen sein, die der Familie Frank im Versteck geholfen haben. Aber das waren Hollän- der, entgegnete er. Auch habe Anne Frank in ihrem Tagebuch nie von Nazi- Schergen geschrieben, sonden von,den Deutschen, inofern werde das Wort Nazi-Schergen der Realität nicht ge- recht, widersprach Aly dem Dezernen- ten.(Zu Gõtz Al/ viehe Seite 26 10

Inhaltsverzeichnis Seite Wir waren doch tote Menschen 2 Findrũcke von einer Studienreise nach Auschwit?

DerKleine Pole und Kommandant Höß 6 Wie Jozef Paczynski Friseur wurde

Dank für Spenden 7 Besuch in der Ambulanz für ehemalige KZHãäftlinge

Erinnerung an Hermann Reineck 8 Pine Würdigung zum 10. Todestag

Lieselotte Thumser-Weil starb vor zehn Jahren 10 Melanie Spitta ist tot 12 Ich hatte viel Glück 13 Veranstaltung mit dem MonowitzHãftling Peter Woflff

Vernichtung auf der Todesstiege 15 Besuch in der Gedenkstätte Mauthausen

Die Frage nach demWert des Lebens 18 Die Futhanasie-Gedenkstätte Schloß Hartheim

Ernst-Klee-Schule in Mettingen 20 Ich war die Nummer 45837 23 Fugenia Bozena Kaczynska überlebte das Birkenauer Frauenlager

Wie konnte das geschehen 26 Zu zwei Neuerscheinungen von Gõtz Aly und Harald Welzer

Das Antlitz von Auschwitz 29

Uber den Wert desAuschwitz Albums und den Umwert der neuesten Edition

Impressum

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