Heft 
(1993) 3/1993. Dezember 1993
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Lagergemeinschaft Auschwitz- Freundeskreis der Auschwitzer

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riger Lehrtuhlinhaber über Kon- zentrationslager, sie seienein hochst uichliges ntilut zur erngerten Sicherbeisver abrumg es handle sichum eine langdauernde Ausschei dumg einer ⁊u erbrechen nei genden Person dus dem all- gemeinen Zusummenleben der lksgenossen⸗

Nach dem Krieg machte Maun bald wieder Karriere als Demokrat. Ab 1952 lehrte er an der Münchner Univemität und war von 1957 bis 1064 bayeri- scher Kultusminister. Wegen sei- ner braunen Vergangenheit

den. Das Verfahren schleppte sich über Jjahre hin und wurde 1074 zurückgewiesen. Was keiner wußte: Juristischen Beistand be- kam Frey damals von Maum. Noch ungeheuerlicher aber ist die politische Mitarbeit von Maun in derNational Zeitung Er schrieb Artikel, die häufig auf Seite drei ohne Namensangabe erchienen. In einem der Briefe entschuldigt sich Maunz, einen Beitrag nicht rechteitig lefern zu können. Er schreibt weiter: ch verde mir daber erlauhen, das von hnen genannte Buch am eommenden Moniag zur ge⸗

mußte er zurũcktreten, blieb aber ungeniert weiter Hochschulleh- rer.

Die Freundschaft der beiden Juristen Maunz und Frey begann nach Auskunft eines Mitglieds der Familie Maum Ende der 60er Jahre. Die SchlagzeileVerbre cheriadt bruel will uns Morul lebren nahm der Bundesinnen- minister damals zum Anlaß, einen Antrag nach Ant. 18 des Grundgesettes zu stellen, um Frey das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung abzuerken- nen und so das Fwcheinen der National Zeitung zu umerbin-

vohnlen Sunde im eriag in Empung zu nehmen

Die Enttãuschung und Bestür- zung vor allem unter Juristen ist jett groß. BV6Prãsident Herog Sagte gegenüber dem Fernseh- magazinPanorama ch hin nichi nur vülend Sndern fin⸗ do das banze Schlimm Per Fall Maun zeigt eine offenbar unge- brochene Kontinuitãt der Gesin- nung. Er ist Grund für ein tiefes Mißtrauen in die Rechtskultur der Bundesrepublik.

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