entsteht, muß also notwendig falsch sein. Jene glauben, daß sie durch Intellektualisierung ihrer Affekte und durch die Bemühungen etwas erreichen. Aber sie werden nur bemüht.
Da sie den Juden nicht verstehen, verstehen sie auch den Deutschen nicht ünd zeichnen ein falsches Bild. Dieses falsche historische Porträt ist der„Germane“. Er gehört in die Fachwissenschaft als Oberbegriff für be- stimmte völkische Wandlungen der Linguistik und der Eihnologie; er gehört auf der andern Seite in den Mythos. Aber er ıst seinem ganzen Wesen nach prähistorisch. Der Germane hat keine Geschichte, denn die Germanen haben kein Reich. Ein„pangermanisches Weltreich“ ist nıcht minder geschichtswidrig wie das„Menschenge- schlecht“ proletarischer Färbung. Germanen sind ge- schichllicher Rohstoff; freilich der beste. Wer sich auf sie allein stützt, verblondet in kurzer Zeit, denn die Ger- manen sind ungenügend begabt. Man vergleiche die Edda, in der sie allein sind, mit dem Nibelungenlied, in dem das Licht des Mittelmeeres bereits mitleuchtet. Die germanische Substanz ist der beste Abstammungsfonds, den es heute gibt, aber das Mittelmeer und die dort angesiedelten Kulturen geben das geschichtliche Thema. Der Zusammenstoß und die schöpferische Einheit von Mittelmeer und Germanentum ist der D euische, und nur er hat Geschichte. Es gehört zum Schicksal des Deutschen, mittelmeerisch bestimmt zu sein: wer dem ausweicht, tut es aus Rassenschwäche. Daher sind alle Teutonen trotz ihrer Kraftgebärde Schwächlinge und Rassenhypochonder: der zurückgefallene Rest der deut-
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