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ie Folge der secessio judaica ist die deut-
liche physiognomische Abhebung des jüdischen Menschentypus vom deutschen. Wenn die jüdische Substanzmimikry endgültig gescheitert ıst, so
werden die Folgen ebenso endgültig sein. Man wird den
Juden in Deutschland so deuilich sehen wie in Rußland
und Polen. Dort verwechselt ihn kein Mensch mit dem.
Autochionen. Die Sinnesorgane werden sich schärien, und mit derselben Sicherheit, mit der man heute Neger- plastik von Praxiteles unterscheidet, wird man jüdische Prägung herausspuren und sie nicht mehr verwechseln. Man wird dıe Bewegung des Juden, seinen Gang, seine Geste, die Art, wie die Finger aus der Hand heraus- wachsen, den Haaransatz im Nacken, das Auge und die Zunge des Juden so sicher im Gefühl haben, daß..kein Irrtum mehr möglich ist, und dann wird das latente Gheito, ın dem der Jude heute lebt, manifest,. Denn das Ghetto ist die nalurliche Lebensform des Juden im nachchrisi-
lichen Diaspora-Abschniit seiner Geschichte. Das Ghetto ist nicht ohne weiteres identisch mit der Judengasse. Es_
ist zuerst eine seelische Angelegenheit, und nur wenn es dort verankert ist, hat es Bestand. Die Reghetioisierung ist die notwendige Begleiterscheinung der secessıo judaica. Hier scheitern alle Versuche, die unmög- liche Lage des Judentums unter den Völkern dadurch zu erklären, daß das Ghetto des Mittelaliers dafür als Ur- sache genommen wird. Die Frage ist vorher zu beani- worten, warum man denn die. Juden und kein anderes Volk ins Ghetto sperrte.


