glaubt kein Führer an den Zusammenbruch seiner Lehre, sondern sieht im Mitmenschen den Gegner, der sich aus
Böswilligkeit oder Engstirnigkeit heraus seinem wohlge--
meinten Sireben enigegenstellt. Darum die aufgestachel- ten Leidenschaften im politischen Leben des Volkes, wo Luge, Heuchelei, Demagogie auf allen Seiten selbst- versiändliche Mittel sind, dem vermeintlichen Gegner zu schaden, ganz abgesehen von den Mitteln der rohen Gewalt. Die moderne Arbeiterbewegung kann man ver- gleichen mit einem Schwindsüchtigen, der kurz vor seiner Auflösung noch einmal von einem falschen Lebensgefühl erfaßt wird, schnell noch heiratet, ein paar Kinder in die Welt setzt und sich dann hinlegt und stirbt“(Seite 6).
Wer weiß, was z. B. bei dem hamburgischen Volks- schullehrer„Sozialdemokratie“ heißt und wer jenetypisch deutschen Arbeiter kennt, der weiß auch, daß die Ver- guickung ihres Lebensgehaltes mit dem jüdischen Sozia- Iismus ein Irrsinn war, durch Not und List erzwungen, der sich im entscheidenden Augenblick nur in der Form des Bruches korrigieren läßt. Die deutsche Arbeitierschaft bricht heute mit dem jüdischen Sozialismus.
3
s gibt geistige Bewegungen, die sich hinterher als FE intellektuelle herausstellen und die daher versanden. Sıe finden den Anschluß an das historische Geschehen nicht. Es gibt aber auch welche, die den Geist bewahren. UInd da Geist und Körper„ein und dasselbe Ding“ sind, werden sie organisch und finden den fruchtbaren Boden. Die deutsche philosophische Bewegung, die um den Namen Johann Gottlieb Fichte kreiste, war eine solche:
47


