der Vorvernehmung vor einigen Jahren gesagt, es sei gelb und heute, es sei braun gewesen, so triumphiert die Verteidigung, im Zeugen aber steigt ein verzweifel- ter Zorn auf, der nicht selten zum Nervenzusammen- bruch führt. Dann ist es wichtig, daß eine von uns(wir sind jetzt zu vieren) mit dem Zeugen ins Hotel fährt oder in den Palmengarten, daß er sich aussprechen kann. Einer sagte mir:„Wenn ich geahnt hätte, daß ich mir gefallen lassen muß, in dieser Weise vom Verteidiger meines Peinigers verhört zu werden, als ob ich der Angeklagte wäre, dann wäre ich nie ge- kommen.
Ich wollte überhaupt nicht kommen, ich war froh, daß ich anfing, zu vergessen; aber dann fühlte ich, daß ich es meinen toten Kameraden schuldig bin, zu sagen, was wir gelitten haben. Wenn wir schweigen, ist ja alles umsonst gelitten worden. Dann wird niemand aus dieser grauenhaften Erfahrung etwas lernen.“ Später fügte er hinzu:„Glauben Sie mir, ich hasse nicht das deutsche Volk. Auch Deutsche haben dort mit uns ge- litten. In jedem Volk gibt es Zyniker, Verbrecher, Sa- disten, aber wie kann man verhindern, daß ihnen freie
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Hand gewährt wird?...
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