Druckschrift 
Aus Görings Schreibtisch : ein Dokumentenfund / bearbeitet von T. R. Emessen
Entstehung
Seite
12
Einzelbild herunterladen

iuder mit der Nation und der Menschheit spielten, bis die Nemesis der Geschichte sie ereilte.

Der Wiederholung eines solchen Regimes vorzubeugen, muß die Anstrengung aller Gutgesinnten sein. Diesem Ziele dient auch die Veröffentlichung der Dokumente Aus Görings Schreibtisch.

Auf ewige Zeiten

An die Spitze unserer Veröffentlichung stellen wir Hermann Görings Graburkunde, als Titelbild und als Symbol. Der Oberbürgermeister derHauptstadt der Bewegung hat sie am 23. Juli 1937 ausgefertigt, zur Zeit, da Göring als Beauftragter des Vierjahresplanes den Weltkrieg vorbereitete, an demselben Tage, als er seineReichswerke gründete und auf der Höhe seines Einflusses stand. Die Urkunde bedient sich der üb- lichen vorgedruckten Formeln und gilt danach für 45 Jahre. Aber typisch nationalsozialistisch ist der in Schreibmaschinenschrift hinzugefügte Satz:Auf ewige Zeiten wird das Familiengrabin die Pflege und Ob- hut der Stadtverwaltung übernommen. Welche Pro- vokation der Weltgeschichte! Es ist dieselbe ungeheuer- liche Überheblichkeit, die das Reich der Nazis zu einem tausendjährigen machen wollte. Aber noch zwei andere Symptome liegen in diesem Zusatz. Einmal die groteske Überschätzung der geschichtlichen Bedeutung eines Mannes wie Göring, über den ja sogar Seine eigenen Parteigenossen immer abschätziger zu urteilen gelernt haben. Dann aber auch die widerliche Beweih- räucherung, die der Oberbürgermeister Münchens mit diesem amtlichenEntscheid vornahm:auf ewig, schrieb er; und konnte doch nicht einmal die Zer- trümmerung seiner Stadt innerhalb der nächsten acht Jahre voraussehen,

12

Dokumen

überläßt n ordnungen, stätten, dei friedhof un Grabstätte hofes an Hr mann Familiengr: undvierzig: zuzaRn Buchstaben ‚mark be stütten auf und Obhut (Entscheid

München,(

(Stempel)

Butter sta Dieser Mar zerstreut y

regefünrt ın Obhut{