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IG-Farben, Auschwitz, Massenmord : Über die Blutschuld der IG-Farben ; Dokumentation zum Auschwitz-Prozess / Hrsg. von der Arbeitsgruppe des ehemaligen Häftlinge der Konzentrationslagers Auschwitz beim Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer in der Deutschen Demokratischen Republik
Entstehung
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Unter Mitwirkung ron Leuna

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Leuna-Werke während des 2. Weltkrieges

WUTZKENDORF

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dem KZ-Lager... loses Arbeiten...

ein schönes, reibungs- zu erwarten sei.

(s. Dokument Nr. 11) Schönes, reibungsloses Arbeiten: Die IG-Farben finanzierte laufend den Aus- bau des KZ, sicherte den Bau von Häft- lingsbaracken, sorgte dafür, daß die Ge- stapo gut untergebracht wurde und ver- gaß auch nicht Arrestzellen für die Ar- beitssklaven.(s. Dokument Nr. 12) Wie eng die Perspektive der IG-Farben mit der des KZ Auschwitz verbunden war, geht aus einer Baubesprechung vom 5. August 1941 hervor. Durrfeld erläu- terte bei dieser Gelegenheit, daß der weitere Aufbau des Konzentrations- lagers neben dem Aufbau neuer Werk- anlagen vor allem für das Oberkom- mando des Heeres(OKH) und für das Oberkommando der Luftwaffe(OKL) von nun an in den Bauplänen der IG Farben zu führen sei.

(s. Dokumente Nr. 13 und 14) Immer wieder erwies sich die IG als reicher Gönner der Schergen. Wir müs-

sen unserenneuen Freunden von der SS helfen das ist der Grundtenor vie- ler Schreiben und Sitzungen. Nach einer in Leuna am 16. September 1941 erfolg- ten Besprechung über die Bauvorhaben in Auschwitz hielt der damalige tech- nische Leiter(ab 1942 Betriebsleiter) des IG-Werkes in Auschwitz, Dürrfeld, in einer vom 21. Dezember datierten Akten- notiz z. B. fest, daß die IG aus ihrem Bau- etat zwei Millionen Markzugunsten des KZ-Lagers herausschneidet.

(s. Dokument Nr. 15 und An- hang Dokumente Nr. 69 und 72)

Als Gegenleistung wurden sämtliche staatlichen und SS-Dienststellen der Umgebung in den Dienst der IG-Farben gestellt. So wurde mit dem damaligen Oberstaatsanwalt beim Sondergericht Bielitz und heutigen Oberstaatsanwalt in Aachen, Nellessen, vereinbart, auf dem Werkgelände der IG-Farben eine Neben- stelle des Straflagers einzurichten.

(s. Dokument Nr. 16)

Die einträglicheDeutschtumspolitik" der IG-Farben

Am 7. April 1941 fand im damaligen Kattowitz die offizielle Gründungs- sitzung des Werkes Auschwitz der IG statt. Nach dem vorliegenden Protokol!

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stellte Johannes Eckell, einer der leiten- den Leute der IG-Farben imReichsamt für Wirtschaftsausbau(RWA), folgen- des fest: