Quarantäne
Später waren einzelne Baracken in gewissem Sinne isoliert, weil hier ent- weder nur Invaliden oder mit Krätze Behaftete wohnten oder— wie in der Endphase des Lagerbestehens— Flecktyphuskranke.
Die Baracke der Strafkompanie
Die Baracke Nr. 15 wurde ein paar Jahre lang als ein Block mit besonders schweren Ausnahmestrafen angesehen. Dort hatte man nämlich die sog. „Strafkompanie“ untergebracht, zu der vor allem Juden bestimmt wurden. Dazu kamen auch Gefangene, die auf der Flucht ertappt wurden oder flucht- verdächtig waren, dann auch solche, die wegen Übertretung der Lager- vorschriften zum Aufenthalt in der Strafkolonie verurteilt wurden.
Ein Blick in eine Wohnbaracke
Die Wohnbaracken, Blöcke mit einem Ausmaß von etwa 100 m Länge und 10 m Breite, bestanden aus zwei Teilen, in die eigene Eingänge führten
(vgl. Zeichnung).
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Durch den Haupteingang gelangte man gewöhnlich zu zwei Stuben, von
denen jede zwei Zimmer besaß, nämlich einen Tages- und einen Schlafraum. Im Tagesraum standen, entlang den Wänden, 45 Spinde, für jeden Gefan- genen einer, und ebensoviele Hocker sowie vier Tische— im Schlafraum die gleiche Anzahl von Betten, mehrere übereinander. Waschraum und Abort trennten eine Stube von der anderen. Sie waren so eingerichtet, daß sie für 90 Personen ausreichten, d. h. für Gefangene von zwei Stuben. Eine Baracke
war anfänglich für 180 Personen geplant(45 je Stube), das ganze Lager_ g sep J 5 8
für 5000 Personen.(Später waren statt 45 vielfach 200 und mehr Insassen in einer einzigen Stube.) An der Spitze jeder Baracke und jeden Blockes stand zu Beginn des Lagerbestehens, vor allem vor dem Kriege, ein SS-Blockführer. Später dagegen übernahm ein SS-Mann dieses Amt für mehrere Baracken und Blöcke. Zu seiner Verfügung stand in jedem Block ein Gefangener als
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