wald deten
gert,
egen
ohn- dann
und eben sten jemo-
sche, irger, ı die nsere
| die- örder Wir des
hiern ‚bau
Eurer nach:
gen. „llein ‚ihre Ifers- | des gurch assiv
wenn
Mit Kummer haben wir feststellen müssen, daß sich viele Häftlinge als Kapos, Vorarbeiter oder Blockälteste als folgsame Helfershelfer der SS erwiesen, Aber diese Häftlinge rekrutierien sich aus Verbrechern, die den grünen Winkel trugen. Der größte Teıl der politischen Häftlinge, die wir kennenlernien, war von einem endeien Schlag. Troiz der langen Jahre ihrer Haft haben sie im allgemeinen ihren internationalen Geist als Antifaschisten intakt gehalten. Diesen Männern müssen wir Bewunderung zollen. Manche von ihnen waren bei unserer Ankunft im Lager mehr als elf Jahre in dieser Hölle und hatten dabei ihre hohe Moral und ihr Vertrauen auf die Zukunft behalten.
Diese antifaschistischen Deutschen waren es, die bei der Ankunft der tschechischen, polnischen, sowjetischen, belgischen, holländischen, jugoslawischen und französi-
.schen Kameraden die internationale Solidarität organisierten. Selbstverständl ch
konnie dies— um keinen Verdacht bei der SS zu erregen— nur unter der g:ößten Vorsicht und Heimlichkeit vor sich gehen. Dies wäre jedoch nicht möglich gewesen, wenn nicht die internationale Verbindung der Arbeiter und der fortschriitlichsten Männer aller Nationalitäten bestanden hätte.
Diese Solidarität und Hilfe wurde erreicht durch die Einsetzung von guien und ehrlichen Kameraden an wichtige Posten und Schlüsselstellungen des Lagers. Sie sorgten dann für eine materielle Hılfe an Essen, Kleidung und anderen lebensnot- wendigen Dingen ‚für den politischen Häftling, dessen Gesundheit nachlıeß. E.ne geheime aber wirksame Hilfe, die den politischen Häftlingen aller Nationalitäten zugute kam und die eine kostbare physische und moralische Unterstützung war. Ich denke besonders an die gefährliche Rolle, dıe der deuische Kamerad Albin Lüdke und der belgische Kamerad Andre Mandrickx im Arbeitseinsatz hatten, wo sie durch die Einteilung der Arbeiten und der Auswahl der Häftlinge in die Außenkommandos unier der Gefahr ihres eigenen Lebens eine große Anzchl von Menschenleben retteten. Wenn wir an das Leben im Lager und an die dort begangenen Verbrechen denken, dürfen wir das andere Gesicht unseres Erlebens nicht übersehen: der poli- tische Kampf gegen den Faschismus, der sich unter anderen Formen und in anderen Situationen abspielte. Wenn wir an Nazideutschland zurückdenken, das alle Völker verdammen, so darf man die Besten des deutschen Volkes nicht vergessen, die für die Aufrechterhaliung und Erweiterung des internationalen Geistes und der Soli- darität im Lager ihr Leben gelassen haben.
Marcel Prenant, Professor an der Sorbonne in Paris.
Aus der Abschiedserklärung der Mauthausener:
„Wir wollen nach erlangter eigener Freiheit und nach Erkämpfung der Freiheit unserer Nationen die internationale Solidarität des Lagers in unserem Gedächtnis bewahren und daraus die Lehre ziehen! Wir wer- den einen gemeinsamen Weg beschreiten, den Weg der unteilbaren Freiheit aller Völker, den Weg der gegenseitigen Achtung, den Weg der Zusammenarbeit am großen Werk des Aufbaues einer neuen, für alle gerechten, freien Welt. Wir wenden uns an die ganze Welt mit dem Ruf: Helft uns bei dieser Arbeit! Es lebe die internationale Soli- darität! Es lebe die Freiheit!”
Im Namen aller ehemaligen politischen Häftlinge von Mauthausen: .Ceskoslovensky Närodni Revolucni Vybor/ Deutsches Komitee/ Comite Espanol/ Comit& Franco-Belge/ Comite Grec/ Comitato Nazionale Italiano/ Jugoslovenski Odbor/ Magyar Bizottsag/ Österreichischer Nationalausschuß/ Komitet Polski/ Russkij Komitet/ Delegue pour les Albanese/ Delegue pour les Hollandais et Suisse/ Der Delegierte für Luxemburg/ Delegue pour les Roumains.
12]


