rufen uns ihren Gruß zu, es ist kein lauter Jubel in der Stimme, mehr ein stilles, feierliches Freuen. Die Augen müssen das sagen, was der Mund verschweigt. Soldaten und Bauern nicken wir uns im weitermar⸗ schieren zu. Zarte, schwielige Sände werden gedrückt, immer wieder.
„Daß ihr da seid, daß ihr wirklich gekommen seid!“ stammelt ein alter, gebückter Mann mit schlohweißem Saar. Er winkt mit dem Stock, mit der gichtverkrümm⸗ ten, verarbeiteten Sand. Seine Lippen bewegen sich, aber der Mund bleibt stumm. In den langen Jahren des Wartens haben sie vielleicht verlernt, laut zu spre⸗ chen, was das Serz denkt.
Die Augen sprechen. Die Freude weht wie eine Flamme die Dorfstraße entlang, aus den fernsten Gehoͤften da hinten zwischen den weiden hinter den Gräben, über die Roppeln hinweg, über die geflochtenen Zäune, von überall her kommen die Menschen.
„Wie zu Sause“, nickt werner mir zu, und er muß wohl an die Roppeln seiner Seimat in der Nordmark gedacht haben. Grün und dicht steht das Gras auf den weiden, die Gärten leuchten bunt über die Zäune hin⸗ weg, und die Säuser grüßen sauber schwarzweiß und in hellem Blau. Rinder kommen aus einem Weg heraus, ihr Lachen weht über den Weg.
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