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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
126
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liegen Strohdächer dazwischen, Misthaufen, Fuchs-

löcher, Regenpfützen und Knickwege. Aber sonst nicht viel. Und nachher liegt da auch bald Däne- mark.

Oben liegt der Himmel und da liegen die Sterne drin.;

Darunter liegt die Elbe. Und da liegen auch Sterne

drin. Dieselben Sterne, die im Himmel liegen, liegen auch in der Elbe. Vielleicht sind wir gar nicht so weit ab vom Himmel. Wir in Blankenese. Wir in Barmbek, in Bremen, in Bristol, Boston und Brooklyn.-Und wir hier in Blankenese. Aber man muß dieSterne natürlich sehen, die hier unten schwimmen, in der Elbe, im Dnjepr, in der Seine, im Hoangho und im Mississippi.

Und die Elbe? Die stinkt. Stinkt, wie eben das Abwaschwasser einer Großstadt stinkt: nach Kar- toffelschale, Seife, Blumenvasenwasser, Steckrüben,

Nachttöpfen, Chlor, Bier und nach Fisch und nach_

Rattendreck. Danach stinkt sie, die Elbe. Wie eben das Spülwasser von ein paar Millionen Menschen nur.stinken kann.$o stinkt sie aber auch. Und sie läßt keinen Gestank aus, der auf der Welt vor- kommt.

Aber die sie lieben, die weit weg sind und sich seh- nen, die sagen: Sie riecht. Nach Leben riecht sie. Nach Heimat hier auf der verlorenen Kugel. Nach Deutschland. Ach, und sie riecht nach Hamburg und nach der ganz großen Welt. Und sie sagen:

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Elbe. Sie: lüstig, wi Elbe! Früher g: Paläste, d schied ris| blocks, wi Phantasie lagen und die nächt früher,« mitenber; tet, gemi mend, gr Sie konn bulente t kunft un das dama Ob sie y führen au sie voll heimkam tinenten: Titanen| ‚mernd au

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