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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
17
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krämers oder Zirkusclowns. Aber zäh ist sie, diese Perücke- sie kann schon aus Bosheit allein nicht abtreten, weil sie ahnt, daß.ich, ihr Hintermann,

sie hasse. Ja, ich hasse sie. Warum muß die Perücke

- ıch will nun man den ganzen Mann so ınennen, das ist einfacher- warum muß sie vor mir her- gehen und leben, während junge Spatzen, die noch nichts vom Eliegen gewußt haben, sich aus der Dachrinne zu Tode stürzen? Und ich hasse die Pe- rücke, weil sie feige ist- und wie feige! Sie fühlt meinen Haß, während sie blöde vor mir hertrottet, immer im Kreis, im ganz kleinen Kreis zwischen grauen Mauern, die auch kein Herz für uns haben,

- denn sonst würden sie eines Nachts heimlich fort-

‚wandern und sich um den Palast stellen, in dem- unsere Minister wohnen.

Ich denke schon eine ganze Zeit darüber nach,

warum man die Perücke ins Gefängnis gesperrt hat

- was für eine Tat kann sie begangen haben- sie,

die zu feige ist, sich nach mir umzudrehen, wäh-

rend ich sie andauernd quäle. Denn ich quäle sie:

Ich trete ihr fortwährend auf die Hacken- mit Ab-

sicht natürlich- und mache mit meinem Mund ein

‚übles Geräusch, als spucke ich viertelpfundsweise

Lungenhaschee gegen ihren Rücken. Sie zuckt jedes- mal verwundet zusammen. Trotzdem wagt sie es

nicht, sich ganz nach ihrem Quäler umzusehen-

nein, sie.ist zu feige dazu. Sie dreht sich nur um ein paar Grad mit steifem Genick in meine Rich-

AL; 2 Die Hundeblume