Wie lange noch?
Wie lange noch soll dieses Morden dauern? Wie lang-verstört in dumpfen Kellern kauern die bleiche Angst, die Sorge, große Not? Wohin ich schau’, ich sehe Tod, nur Tod...!
Muß das so sein? Sind wir verdammt zur Hölle ° schon jetzt? Soll Friede nirgends eine Stelle
mehr finden in der ausgebombten Welt?
Verweigern ihm die Menschen jedes Zelt?
Es muß nicht sein! Es haben die Dämonen
nur Macht, wo Unrecht, Haß und Lüge wohnen!
An Gottes ewiger Satzung findet Halt
des bösen Feindes blut'ge Truggewalt.
So ruft das Volk! Ruft es zur Lebenswende! Daß es noch einmal Gottes Gnade fände.
Ruft es zur Wahrheit, Freiheit, Liebe, Recht! Erzieht in Ehrfurcht Gott ein neu Geschlecht!
Heißt Lüge wieder Lüge! Sagt ein Amen
zur Wahrheit und zu Gottes heiligem Namen! Laßt Macht dem Rechte fronen, Recht nicht Macht! Heißt„Recht“ nicht; was nur Eigennutz erdacht!
Nennt eitel nicht die heiligen Menschenrechte! Macht Freigeborne nicht zum Götzenknechte! Gewissen achtet! Gebt die Rede frei!
Erziehet Stolz, nicht feile Heuchelei!
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