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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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a ee Wiederholt 14. 2. 44

Nach fast vier Wochen Briefpause erhielt ich am 21. ds. Mts. Sr. Gertrudis und Deinen Brief zu- gleich. Ich wußte ja, daß ich zum Namens- bzw. ee nicht ohne Liebeszeichen bleiben würde. Habt vielen Dank! Aus Deinem Brief spüre ich eine Besorgtheit um mich- sie ist gottlob unbe- gründet. Ich hatte wohl einige schwere Wochen. Ihr kennt meine lebendige Bewegtheit, meinen Tätigkeitsdrang und meine Freizügigkeit. Dasaber in diametral entgegengesetzten Raum gestellt, bringt naturgemäß trotz besten Willens Konflikte mit sich. Aber ich habe alles überwunden und suche den Gehorsam des Herrn, Phil. II, 8, zu üben; mit dem von mir geforderten läßt sich ja Euer Or- densgehorsam kaum ve ergleichen. Also seid unbe- sorgt und wie ich guten Mutes! Gottlob darf ich mich doch etwas geistig betätigen- für mich das Lebenselement wie für den Fisch das Wasser! Ich weiß, IhrfreutEuch, wenn ichEuch aus der Scheune meines Geistes etwas mitteilen darf. Die Einsam- keit bekommt mir gut; ich gehe, wenn auch nicht körperlich, auf wie Dörrzwetschgen im Wasser.

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