als Buch der Stärkung, Demut und der inneren Erneuerung.
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Des sonnigen Italieners schärfster Gegensatz ist der düstere Russe Dostojewski, der Typus des russischen Menschen wie kein Zweiter, der in sei- nem Roman„Die Dämonen“ die heutige Kata- sirophe seines Volkes mit prophetischer Klarheit vorausgesehen hat und darum für uns heute von besonderer Bedeutung geworden ist. Seine Haft war wohl die härteste, die literarisch bekannt ge- worden ist, und hat ihre volle Parallele nur in dem, was wir aus den berüchtigten Konzentra- tionslager der Nazis erfahren haben; und er schil- dert sie mit einer Offenheit, daß einem bei der Lektüre das Gruseln überläuft und schwache Ner- ven sie schon meiden sollten. Sein Leben lang hing dieses düstere Erlebnis über ihm, und daraus ist seine große Dichtung(im Ursinn des Wortes als dichtestes Leben) entstanden, aber erst nachdem es zu einer„Wiedergeburt in Schmerzen“ gewor- den war, wie St. Paulus das christliche Urerlebnis der Taufe verstanden hat.
Auch bei ihm war wieder die Politik der Anlaß zur Verhaftung. Eine Reihe von Intellektuellen, Beamte, Schriftsteller, Künstler, Gelehrte, auch Offiziere waren der Meinung, daß das Zarenregi- ment mit seiner geistigen Knechtschaft und der Ausbeutung der Massen nicht das richtige sei, und
daß grundlegende Reformen politischer und sozia-
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