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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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Innerlich gestärkt und gefestigt, beschließt er end- lich zu fliehen, am Vorabend von Mariä Himmel- fahrt. Schon vorher hatte er öfter daran gedacht und in unbewachten Augenblicken die Schrauben an den Riegeln der Türe gelöst; aber immer war er davor zurückgeschreckt. Wollte er nicht dem Willen Gottes und der Buße für seine Sünden ent- fliehen? Lag nicht eine Unwahrhaftigkeit und Feigheit in seinem Beginnen? Nun aber heißt ihn eine innere Stimme: Nicht für deine eigene Be- quemlichkeit, sondern für dein Werk, das dir jetzt erst richtig aufgegangen ist, mußt du die nächste Gelegenheit benutzen. Sie wird dir von Gott ge- geben. Dafür bürgt, daß du nichts für dich suchst, sondern das Kreuz des Herrn in aller weiteren Tätigkeit desto fester umfängst. In einer dunk- len Nacht gelingt es ihm, aus der Zelle herauszu- kommen, und er läßt sich an der hohen Kloster- mauer hinab, fällt aber 12 Fuß(ca. 4m) tief auf einen Steinhaufen und findet in der Stockfinster- nis nicht den Ausgang des Klosterhofes, zu dessen Füßen der angeschwollene Tajo rauscht. Ein Hund zeigt ihm den Weg. Mit Lebensgefahr klettert er über die äußere Mauer, steigt auch noch über die Stadtmauer und kommt, der Sinne kaum mehr mächtig, heil in die Stadt. Diese furchtbare Nacht ist sein stärkstes Erlebnis geworden. Es zit- terte immer wieder in ihm nach, und so wurde seine Flucht zum Gleichnis und Symbol des Men- schenlebens, das in Nacht aus dieser wirren Welt zu ihrem Gott hinstrebt. Auch dafür ein Beispiel:

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