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Die Inkunabeln der Universitätsbibliothek Gießen / H. Schüling
Entstehung
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Mit grosser Freude und Genugtuung kann jetzt die Universitätsbi­bliothek Giessen den gedruckten Katalog ihrer Inkunabeln vorlegen, der dazu noch - samt Druck und Einband - ganz im eigenen Hause ent­standen ist.

Obwohl schon seit etwa 1870 man sich im Hause mit den Inkunabeln beschäftigt hat, kam die Arbeit merkwürdigerweise nicht recht voran. Von den älteren Giessener Bibliothekaren hat ausser L. Noack kei­ner aktives Interesse für das Thema gezeigt. Man kann darüber nur Vermutungen anstellen. Näheres sagt die Einleitung (S .5f).

Was den S .6 erwähnten unbekannten Bearbeiter angeht, der etwa seit 1 <}07 sich mit Giessener Inkunabeln beschäftigte, so soll dies nach einer mir mündlich gemachten Andeutung meines Vorgängers Prof.Hep- ding (+ 24 .9.1959) der frühere Direktor der Darmstädter Hofbiblio- thek Adolf Schmidt (vgl. Lexikon des gesamten Buchwesens. Bd 3, 1937, S.222) gewesen sein. Beim Vergleich der Handschrift von ent­sprechenden Zetteln im Giessener Inkunabelkatalog mit Schriftpro­ben Adolf Schmidts aus Darmstadt, für die mir liebenswürdigerwei­se Herr Kollege Zimmermann Xerokopien zur Verfügung stellte, konn­te die Identität der Handschrift eindeutig festgestellt und damit auch der "unbekannte" Bearbeiter identifiziert werden.

Bibliotheksrat Dr. Schüling, der mit bewundernswerter Arbeitskraft und Energie neben seiner bibliothekarischen Routinearbeit nun noch die Bearbeitung der Inkunabeln übernommen und in ausserordentlich kurzer Zeit zu Ende geführt hat, gebührt ganz besonderer Dank, zu­mal er nicht nur die bibliographische Bearbeitung lieferte, sondern auch persönlich das schwierige Manuskript in der für den Fotodruck erforderlichen sauberen Form geschrieben hat.

Giessen, im Januar 1966 Dr. J. Schawe

Bibliotheksdirektor