Lebenslauf.
Am 18. juni 1893 wurde ich als Sohn des Architekten Hans Meyer zu Gießen, evangelischer Konfession, geboren. Ich be- suchte zunächst das Gymnasium, sodann das Realgymnasium meiner Vaterstadt und trat 1910 in die Obersekunda des Real- gymnasiums zu Darmstadt ein. Dort bestand ich im Frühjahr 1913 die Reifeprüfung unter Befreiung von der mündlichen Prüfung. Ich wandte mich nun dem Studium der Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie und deutschen Philologie zu. Iim Winter-Semester 1913/14 besuchte ich die Technische Hoch- schule zu Charlottenburg, wo ich mich mit Architekturwissen- schaft befaßte. Im Sommer-Semester 1914 kehrte ich nach Gießen zurück und gehöõre seit dieser Zeit der Universität als Studierender an. Bei Kriegsausbruch war ich zunächst im Dienste des Roten Kreuzes tätig und trat dann im Frühjahr 1915 als Fahnenjunker im Infanterie-Regiment 87 ein. Im Juli des- selben Jahres als D. U. entlassen, stellte ich mich im August als Kriegsfreiwilliger bei der Train-Abteilung Nr. 10 in Hannover. Im Dezember 1915 wurde ich zum 1. Ersatz-Bataillon 116 nach Gießen versetzt, zum Sanitätspersonal überführt und fand Ver-— wendung auf dem Geschäftszimmer des Reservelazarettdirek- tors. Seit dieser Zeit wurde es mir wieder ermöglicht, in freien Stunden meinen Studien obzuliegen. Im Januar 1917 wurde ich für die Presse beurlaubt.— Meine Lehrer waren: Behaghel, Collin, Goldschmidt, Hamann, Helm, Knoellinger, Koch, Laske, Müller, Rauch, Roloff, Scheffler, Schubring, Schulz, Siebeck, Watzinger, Wolff.


