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66 Gebet
deines Sohnes, die erwählten Gefäße der Gnaden des hl. Geiſtes, welche mit dem Siegel des Glaubens und mit dem Kuſſe des Friedens dahingegangen, aber noch nicht rein genug vor dir erfunden worden, um deiner heiligen Gemeinde im Himmel beigezählt zu werden.
Wir wiſſen, daß nichts Unreines in dei⸗ nen Himmel eingehen darf, o Herr! und daß du ihre Seelen nur deßwegen pruͤfſt und rei⸗ nigeſt, weil du ſie zu den ewigen Seligkeiten deines Himmels vorbereiten willſt, wir wiſ⸗ ſen aber auch, daß deine Erbarmungen un⸗ endlich ſind!— Wir beten deine geheimniß⸗ vollen weißeſten Urtheile im Staube an. Du liebſt ſie mehr als wir, und weißt am beſten was ihnen zutraͤglich iſt! dein Wille geſchehe, aber das Gebet und die Opfer der Liebe, jener Bruderliebe, welche du uns geboten und in das Herz gelegt haſt, wirſt du nicht ver⸗ achten,— Erhoͤre alſo die Gebete deiner Glaͤubigen, welche an dieſem Tage vom Auf⸗ gange bis zum Riedergange von der Erde zu dir emporſteigen!— unzähligemale wird das unblutige Opfer des neuen Bundes zum Tro⸗ ſte der leidenden Seelen entrichtet; das Blut Jeſu Chriſti deines Sohnes, das auf unſern Altaͤren fließt, ſchreie mächtiger zu dir als das Blut Abels um Gnade und Verzeihung! o laß die Stunde kommen, in welcher alle, die in den Graͤbern ſind, die Stimme deines goͤttli⸗


