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Unterſtutzt durch viele meiner ehrwuͤr⸗ digen Amtsbruͤder entſchloß ich mich, ge⸗ genwaͤrtiges Geſangbuch, an dem ich ſchon längere Zeit geſammelt hatte, mit Erlaubniß des damaligen Erzbiſchoͤflichen Hochwuͤrdi⸗ gen General⸗WVicariats zu Aſchaffenburg, dem Druck zu uͤbergeben.
Und da ich keine andere Abſicht dabei gehabt und keinen andern Nutzen dadurch geſucht habe als die Befoͤrderung der Ehre Gottes, ſo glaube ich auch einer freundlichen Aufnahme meiner geringen Arbeit entgegen ſehn zu duͤrfen, obgleich ich das Mangel⸗ hafte derſelben willig anerkenne;— denn ich mußte die Bogenzahl des Werkes ein⸗ ſchraͤnken und die Groͤße des ganzen Ver⸗ iags verringern, weil die Druckkoſten durch die verſpaͤteten Unterſchriften und den ſo wohlfeilen Subſcriptions⸗Preis anfangs nicht gaͤnzlich gedeckt waren.
Dadurch wurde ich auch verhindert, die gebraͤuchlichen Veſpern und Bruderſchafts⸗ Andachten, ſo wie die lateiniſchen Kirchen⸗ Geſaͤnge in das Geſangbuch aufzunehmen, ich gedenke aber bey einer fernern Auflage deſſelben, oder durch die Veranſtaltung einer beſondern Herausgabe dieſer Andach⸗ ten, das Mangelhafte mit Hilfe Gottes baldigſt zu erſetzen.
Schluͤßlich bemerke ich noch: daß ich alle dieſe Lieder und Gebete aus keinen


