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Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Grosserzogtum Hessen
Entstehung
Seite
11
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Advent. 11

2. Dein Zion ſtreut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich will dir in Pſalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze ſoll dir grünen in ſtetem Lob und Preis und deinem Namen dienen, ſo gut es kann und weiß.

3. Was haſt Du unterlaſſen zu meinem Troſt und Freud? Als Leib und Seele ſaßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich ge⸗ nommen, da Fried und Freude lacht, biſt du, mein Heil, gekommen und haſt froh gemacht.

4. Ich lag in ſchweren Banden, du kommſt und machſt mich los; ich ſtand in Spott und Schanden, du kommſt und machſt mich groß, und hebſt mich hoch zu Ehren und ſchenkſt mir großes Gut, das ſich nicht läßt verzehren, wie irdſcher Reichtum thut.

5. Nichts, nichts hat dich getrieben zu mir vom Himmelszelt, als dein getreues Lieben, damit du alle Welt in ihren tauſend Plagen und

großer 3 Jammer⸗ slaſt, die kein Mund aus kann ſagen, ſo feſt umfangen haſt.

6. Das ſchreib dir in dein Herze, du e Heer, bei welchem Gram und Schmerze ſich häuft je mehr und mehr; ſeid un⸗ verzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröſtet, ſteht allhier.

7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch ſorgen Tag und Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht; er kommt, er kommt

mit Willen, iſt voller Lieb und Luſt, all Angſt und Not zu ſtillen, die

ihm an euch bewußt.

8. Auch dürft ihr nicht erſchrecken vor eurer Sündenſchuld; nein, Jeſus will ſie decken mit ſeiner Lieb und Huld. Er kommt, er kommt den Sündern zum Troſt und wahren Heil, ſchafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil.

9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird ſie zerſtreuen in einem Augenblic. Er kommt, er kommt,

ein König, dem alle Macht und Liſt der Feinde viel zu wenig zum

Widerſtande iſt.

10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht, mit Gnad und ſüßem Lichte dem, der ihn liebt und ſucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum Licht, zur ewgen Wonne in deinen Freudenſaal! P. Gerhardt, 1676.

21. (Mel. wie nach einer waſſerquelle.) +

S 1. willſt du draußen ſte⸗ den, du Ge⸗ſeg⸗ne⸗ter des Herrn?] Laß dir, bei mir einzu⸗ ge⸗hen, wohl⸗ge fal⸗len, du mein Stern,

du mein Jefu, mei⸗ne Freud, Hel⸗fer in der rech⸗ten Zeit!

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Hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich ſchmerzen.