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Gesangbuch für die evangelische Kirche im Großherzogtum Hessen
Entstehung
Seite
14
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14 Advent.

Mel. Wie ſchön leuchtet der Morgen⸗ ſtern ꝛc.(Mein ganzer Geiſt.)

27 er Heiland kommt,

lobſinget ihm, dem Herrn, dem alle Seraphim das Heil ig, Heilig ſingen! Er kommk, der eingeborne Sohn, und ſteigt von ſeines Himmels Thron, der Welt das Heil zu bringen. Preis dir, daß wir von den Sünden Rettung finden; höchſtes Weſen, durch dich werden wir geneſen.

2. Willkommen, Friede⸗ fürſt und Held, Rat, Vater, Kraft und Heil der Welt! willkommen hier auf Erden! Du kleideſt dich in Fleiſch und Blut, wirſt Menſch und willſt der Welt zu gut ſelbſt unſer Bruder werden.

Ja du, Jeſu, kommſt uns ſrinen voll Erbarmen nun entgegen, wandelſt unſern Fluch in Segen.

3. Du bringſt uns Troſt,

Zufriedenheit, Heil, Leben, ewge Seligkeit; ſei hoch dafür gepriefeni O Herr,

wie wiel zu ſchwach ſind wir, die Treue zu vergelten dir, die du an uns bewieſeni Von dir, da wir im Verder⸗ ben müßten ſterben, kommt das Leben. O was kannſt du Größres geben!

4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit, vor dir zu wandeln,

und dir und unſrem Nächſten treu, aufrichtig, ohne Heuche⸗ lei, zu denken und zu handeln. Zu dir flehn wir; hilf uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen und bes Fleiſches Luſt bezwingen.

5. Laß uns zu unſerm ewgen Heil an dir im wahren Glauben Teil durch deinen Geiſt erlangen; auch wenn wir leiden, auf dich ſehn, im Guten immer weiter gehn, nicht an der Erde hangen, bis wir zu dir mit den Frommen ewig kommen, dich erheben und in deinem Reiche leben.

S. Diterich, 1797. Mel. Die Tugend wird durchs

Kreuz geübet ꝛc (Wie groß iſt des Allmächtgen Güte.)

28 W wär ich ohne

dich geweſen? Was würd ich ohne dich nicht ſein? Zu Furcht und Ingſten auserleſen, ſtänd ich in weiter Welt allein. Nichts wüßt ich ſicher, das ich liebte; die Zukunft wär ein dunkler Schlund, und wenn mein Herz ſich tief betrübte, wem thät ich meine Sorge kund?

2. Einſam verzehrt von Lieb und Sehnen, erſchien mir nächtlich jeder Tag; ich folgte nur mit heißen Thränen dem wilden Lauf des Lebens nach; ich fände Unruh im Getümmel und hoſſ⸗