ein Stäublein armer Erd? Hab ich Luſt, was iſt ſie wert? Was iſts, das mich heut erfreue, das mich mor⸗ gen nicht gereue?
3. Aller Troſt und alle Freude ruht in dir, Herr Jeſu Chriſt; dein Erfreuen iſt die Weide, da man erſt recht fröhlich iſt. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir erquicken, Jeſu, komm, laß dich erblicken!
4. Freu dich, Herz, du biſt erhöret, jetzo kommt und zeucht er ein; ſein Gang iſt zu dir gekehret, heiß ihn nur willkommen ſein und bereite dich ihm zu, gieb dich ganz zu ſeiner Ruh, öffne dein Gemüt und Seele, klag ihm, was dich drück und quälel
5. Alles dient zu deinem Frommen, auch was bös und ſchädlich ſcheint, weil dich Chriſtus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibeſt du dem wieder treu, iſts gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdeſt loben.
P. Gerhardt, † 1676.
Mel. Ach, was ſoll ich Sünder machente (Sollt ich meinem Gott nicht trauen.)
22 Kommſt du, kommſt
du, Licht der Hei⸗ den? Ja, du kommſt und ſäumeſt nicht, weil du weißt,
Advent. 11
was uns gebricht. O du ſtarker Troſt im Leiden, Jeſu, meines Herzens Thür ſteht dir offen, komm zu mir!
2. Ja, du biſt bereits zu⸗ gegen, du Weltheiland, Gottes Sohn! Meine Sinnen ſpüren ſchon deinen gnadenvollen Segen und die Wunderdeiner Kraft, welche Frucht und
Leben ſchafft.
3. Adle mich durch deine Liebe, Jeſu, nimm mein Flehen hin! Schaffe, daß mein Geiſt und Sinn ſich in deinem Lieben übe; denn zu lieben dich, mein Licht, ſteht in meiner Kraft ſonſt nicht.
4. Jeſu, rege mein Ge⸗ müte, Jeſu, öffne mir den Mund, daß dich meines Herzens Grund innig preiſe für die Güte, die du mir, o Seelengaſt, lebenslang er⸗ wieſen haſt..
5. Laß durch deines Geiſtes Gaben, Liebe, Glauben und Geduld, durch Bereuung meiner Schuld, mich zu dir ſein hoch erhaben! Dann ſo will ich für und für Ho⸗ ſianna ſingen dir.
E. Ch. Homburg, † 1681.
Mel. Erſchienen iſt der herrlich Tagc. 23 un kommt das neue Kirchenjahr.
des freut ſich alle Chriſten⸗ ſchar. Dein König kommt, drum


