544 Die heilige Wegzehrung
wenn es meiner Seele zum Heile gereicht und es dein heiliger Wille ſo iſt.— Dein Wille ſoll aber geſchehen, nicht der meine!— Willſt du mich nicht heilen, ſo ſoll ich von dieſer Krank⸗ heit nicht mehr aufſtehen, ſoll ich ſterben, ſo ge⸗ ſchehe dein heiliger, anbetungswürdigſter Wille! — Willſt du, o Herr, daß ich ſterbe, und von dieſer armſeligen Welt ſcheide, ſo verlaſſe mich nicht,— bleibe nicht weg von mir,— ſondern komme und gib mir die Himmelsſpeiſe, deinen heiligſten Leib, zur Zehrung auf den Weg zur Ewigkeit!— Komme, o Jeſus, komme und ſtärke mich zum letzten Kampfe,— komme und wohne in mir, und nimm meine Seele in deine Hände, denn du, guter Hirt, haſt geſagt, daß du deine Schäflein deiner Hand nicht entreißen laſſen willſt. — Ich bin dein Schäflein, das du erkauft haſt durch den Preis deines Blutes.— Ach, ich habe dich freilich oft betrübt, oft durch die Sünde mich von dir entfernt,— oft dich treulos ver⸗ laſſen; aber ich hoffe von deiner unendlichen Barmherzigkeit, daß du mich nicht verlaſſen und dein krankes, armes Schäflein, welches alle ſeine Sünden tief und innigſt bereut, heimſuchen, von ſeinen Sünden reinigen, tröſten und ſtärken und aus den Händen ſeiner Feinde retten werdeſt!—
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