534 Kommnnionandacht
Heiligen, du der allein heilig iſt; du biſt bei mir dem armen Sünder?! Ja ich fühle es, denn eine ganz eigene Freude durchſtrömt mein Herz. Du biſt bei mir, o Jeſus, wie ſoll ich mehr zagen, wie ſoll ich mehr fürchten, wie ſoll ich mehr die Hoffnung aufgeben, heilig und ſelig zu werden? Ja, ich bin verſichert, du hilfſt mir, getreu dei⸗ nem Worte, ja du reichſt mir deine Hand, ja durch dich werde ich das Ziel erreichen. Alle meine Sorge werfe ich auf dich, gütigſter Hei⸗ land; du haſt geſagt: Wer bittet, dem wird ge⸗ geben, und da ich heute nur das verlange, was ſelbſt dein Wille iſt, ſo hoffe ich Erhörung zu finden. Ich flehe herzinniglich, gib mir, o Herr, nur ſo viel Gnade, daß ich das ſchöne Beiſpiel des Schutzpatrons dieſes Gotteshauſes getreulich und beharrlich nachahme. Er hat die acht Stufen, welche zur Seligkeit führen, mit deiner Hilfe er⸗ ſtiegen: er war arm im Geiſte voll der tiefſten Demuth; o hilf mir, daß ich dieſe ſchöne und nothwendige Tugend der Demuth liebe und übe, dir zu Liebe, der du dich ſo tief für mich gede⸗ müthiget haſt. Hilf mir, daß ich ſanftmüthig werde, und daher alle Regungen des Unwillens und Zornes ſogleich unterdrücke. Hilf mir, daß ich die Freuden der Welt verachte und über meine und meiner Mitmenſchen Sünden trauere. O flöße meiner Seele Hunger und Durſt ein nach
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