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24. und letzter Sonntag nach Pfingſten. 527
Angſt wird mich dann ergreifen? Welche Straſe wartet meiner? O ſchone meiner, o Herr, ver⸗ ſchone mich, barmherziger Gott! Noch haſt du mich nicht vor dein Gericht gerufen, noch darf ich Gnade hoffen, dafür bürgt mir deine Güte, mit welcher du mich heimgeſucht haſt.— In Demuth und Reue werfe ich mich zu deinen Füßen und mache dir, geliebter Jeſus, das feierliche Verſprechen, daß ich von nun an deine Gerichte immer vor Augen haben will, wenn Verſuchung mir naht, wenn die Triebe meines Fleiſches mich verlocken wollen zur Sünde, und die Welt mit ihrer Luſt mich auf ihre Wege verleiten möchte. Ich will kämpfen gegen meine böſen Neigungen bis auf's Blut; ich will jedes Kreuz auf mich
nehmen, das deine Hand mir auflegt, weil ich
dadurch am beſten abbüßen kann meine Miſſe⸗ thaten und will nicht aufhören, mich zu demü⸗ thigen und meine Sünden zu beweinen. Dann, wenn die letzte Stunde kommt, und du mich richten wirſt, werde ich hoffen dürfen, ein gnädiges Ur⸗ theil aus deinem Munde zu vernehmen. Gib mir nur, barmherziger Herr, die Kraft, mein Verſprechen auch zu halten, gib mir die Gnade, der Beharrlichkeit, denn nur der, ſprichſt du, „welcher ausharrt bis an's Ende, wird ſelig werden.“ Amen.
(Tugendübungen nach der hl. Kommunion ſiehe Seite 288.)


