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Jesus, mein Alles : Kommunionbuch für Alle, die den Heiland innig lieb haben / von G. Ott, Stadtpfarrer
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31
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zur That an, nãmlic zu guten und Uebung der Tugenden. Dies erklärt der heilige Thomas ¹) ſehr ſchön durch ein Gleichniß:Wie ein edles Reis, wenn es einem wilden Stamme eingepflanzt wird, dur ſeine natürliche Kraft deſſen herben Saft bewältig get, ihn in ſeine Süſſigkeit und gute Eigenſchaften umwandelt und bewirkt, daß es nur lauter edle Früchte bringt; ſo ver⸗ bannt der Leib Chriſti, wenn er uns eingepflanzt wird, unſere Mängel, und wandelt uns in ſeine Güte um, ſo daß, wie er Blätter, Blüten und Früchte der Gerech⸗ tigkeit bringt, wir auch durch ihn ſolche Früchte tragen. Eine fünfte Wirkung heiligen Kommunion iſt, daß ſie uns Eifer und Andacht erweckt. Dies beſchreibt der heilige Laurentius Juſtinian ²) mit fol⸗ genden ſchönen Worten:Wer wäre im Stande zu beſchreiben, welche Wonne, welchen Wohlgeruch, Anſprachen, welche glühende Liebe und welch keuſch Umarmungen man darin erhält. Nichts anderes. man darin ertönen als ſüßkl Geſänge des inneren Menſchen, ſehnſüchtiges Rufen, Dankſagungen, Lob⸗ lieder und heilige Seufzer zum Preiſe des Geliebten. Der fromm ſich hingebende Geiſt erfreut ſich der Ge⸗ genwart eines ſolchen Bräutigams, wird mittelſt dieſes anbetungswürdigſten Sakramentes mit Wonne u Frohlocken erfüllt, mit himmliſchem Lichte ecluchte mit Frieden geſättiget, im Glauben geſtärkt, mit Andacht genährt, und innerlich durch ein unauflösliches Vebesband

mit dem Erlöſer verbunden. Dadurch wird er eifriger

in der Liebe, rüſtiger zur Arbeit, bereitwilliger zu Hand⸗ lungen, klüger in Verſuchungen, emſiger in der Tugend,

cap. 19.

²) de disc. et perf. mon.