2 Einleitung.
15, 13.) Und doch hatte Jeſus noch eine größere Liebe! Willſt du den ganzen Reichthum ſeiner unendlichen, an⸗ betungswürdigen Liebe erkennen, ſo betrachte Ihn im heiligſten Sakramente des Altars. O chriſtliche Seele! wenn du dir dieſe Liebe, welche unſer ſüſſeſter Herr im heiligſten Sakramente zeigt, recht vorſtellen könnteſt, wie würde dein Herz zur innigſten Gegenliebe entflammt werden, mit welcher Andacht, mit welcher Ehrfurcht würdeſt du an dieſes hochheilige Sakrament denken, davon ſprechen, leſen, reden hören. Mit welch inniger Andacht, mit welch flammender Liebe würdeſt du es empfangen!— Damit du nun dieſe gränzenloſe Liebe recht kennen lernen möchteſt, ſo vernimm die Geſchichte der Verheißung, der Einſetzung durch unſern Herrn und der Feier des allerheiligſten Sakramentes in den erſten Jahrhun⸗ derten des Chriſtenthumes.
Wlie unser gütigster Berr Jesus das mlerheiligste SFakrament berheissen hat.
n Norden von Paläſtina, dem heiligen Lande, wo unſer lieber Herr gelebt und gelitten hat, liegt der See Geneſareth oder Tiberias, auch das galiläiſche Meer genannt. Keine Landſchaft Paläſtinas kann mit dem Reize der Natur verglichen werden, welcher an den Ufern und in der Umgebung des Sees herrſcht. Der reinſte, blaue Himmel wölbt ſich ſtets über die Gärten, Wein⸗ berge, Luſthäuſer und Ortſchaften, die an ſeinen Ufern und ſeinen Anhöhen prangen. Da erheben ſchlanke Palmen ihre Wipfel bis zu den Wolken; Myrrhen⸗ gebüſche, Mandel⸗ und Aepfelbäume, Granaten und Piſtazien bedecken den Thalgrund. Dattelbäume, Citro⸗ nen und Pomeranzen gibt es der Hülle und Fülle und ganze Wälder von Oelbäumen ziehenſich die Hügel hinan
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