298 Beichtandacht.
damit ich ſie hinlänglich bereue, zer⸗ knirſcht und aufrichtig beichte und mich beſſere.
Reue und Vorſatz. (vom hl. Alfons von Liguori.)
Liebſter Vater im Fimmel; ich bereue von Grund meines Ferzens meinen Ungehorſam gegen deine hei⸗ ligen Gebote, meine ſchreckliche Un⸗ dankbarkeit. Ich verabſcheue meine Sünden, weil ich von dir, meinem gerechten Richter, dafür ſcharf ge⸗ ſtraft zu werden verdiene. Ach, ich habe durch die Sünden deine Gnade und das Recht auf den Fimmel ver⸗ loren: ich habe die Fölle mit ihrer ſchrecklichen Qual verdient. Doch hauptſächlich deshalb ſchmerzen mich meine Sünden, weil ich dir, o gütig⸗ ſter Vater, ſo undankbar geweſen bin, deine unendliche Ciebe und Güte verachtet habe. G mein heiland, du haſt einſt die Sünder ſo liebreich aufgenommen, wenn ſie nur den ernſten Willen zeigten, ſich zu beſſern; ſollteſt du mein von Reue durch⸗ drungenes Ferz von dir ſtoßen? Du


