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[Anleitung zur Beruhigung furchtsamer Seelen in ihren Zweifeln] / [von Karl Joseph Quadrupani]
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Liebe. 17

Daher mahnt der heilige Franz von Sales: Spüre nicht nach, was die andern tun, noch was aus ihnen werden wird, ſondern betrachte ſie vielmehr einfältigen, guten, ſanften und wohlwollenden Auges. Perlange nicht, daß ſie vollkommener ſeien, als du biſt, und wundere dich nicht über die Mannigfaltigkeit der Unvollkom⸗ menheiten; denn wenn eine Unvoll⸗ kommenheit auch albern und wunder⸗ lich iſt, ſo ändert das den Charakter der Unvollkommenheit nicht.

Eine Kandlung, ſagt der hl. Franz von Sales, kann hundertfältigen An, ſchein haben. Der von der Liebe Beſeelte ſieht ſie von der ſchönſten Seite an, der Laſterhafte von der ſchlechteſten.

7. Es iſt ſehr ſchwer, daß der gute Chriſt ſich eines freventlichen Urteils ſchuldig macht, das heißt, daß er ohne gerechte Beweggründe mit Beſtimmt⸗ heit ein verdammendes Urteil über den Nächſten fällte. Gewöhnlich iſt

huadrupani, Beruhigung. 2