Kommnnivngebete. 27
nimm mich an, iß mit mir, ja gib dich ſelbſt mir zu einer Speiſe, damit meine Seele ge⸗ ſtärkt, in dem geiſtigen Leben bis zum Ende des zeitlichen und leiblichen beſtändig verharre!
O Jeſu, wahrer Gott und wahrer Menſch! Deine unermeſſene Liebe hat dich ganz unter der geringen Geſtalt des Brodes vor meinen leiblichen Augen verborgen; weil ich dich aber als wahrhaftig gegenwärtig durch den Glauben erkenne, ſo bete ich dich in tiefer Ehrerbiet⸗ ſamkeit als meinen Herrn und Gott an. An dich, v verborgener Gott, glaube ich, als an die ewige Wahrheit. Auf dich hoffe ich, als auf die unendliche Barmherzigkeit. Dich liebe ich von Herzen als das allerhöchſte Gut. Ach, hätte ich dich mit keiner Sünde beleidiget! ich bin aber nun bereit, lieber alles Uebel auszu⸗ ſtehen, als dich noch einmal vorſätzlich zu be⸗ leidigen. Komm du, o mein Jeſu! und ſtärke mich in dieſem Vorſatze. Komm, o Geliebter meines Herzens, komm und erfreue mein Herz mit deiner Gegenwart! Du wirſt mir ein Troſt ſeyn in meinen Betrübniſſen, eine Stärke in den Verſuchungen, eine Zuflucht im Leben und im Tode.
Alle Heiligen Gottes! bittet für mich in dieſer Stunde, damit ich würdig hinzutrete zu meinem Heiland und Erlöſer. Erhaltet mir ein einziges Fünklein jenes Eifers, womit euer Herz entzündet war, da ihr eben dieſen mei⸗ nen großen Gott vor Zeiten auf Erden empfan⸗ gen und mit eurem größten Nutzen genoſſen
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