ſcchau deine Kinder an, die dich hier rufen an,
vad klagen ihre Noth; trag ſie vor Gott; erwirb
uns ſeine Gnad, hilf uns mit Rath und That, als
Mutter dich erzeig, nicht von uns weich.
2. Doch hat man nie gedoͤrt, daß, wer dein Hilf hegehrt, ſey nicht im Leid von dir getroͤſt geweſt. Drum wir unſre H offnung bauen auf dich allhier,
vertrauen feſtiglich, Mutter, auf dich: uns troͤſte
deine Guͤtigkeit, de ine Barmherzigkeit, deine große Lieb und Treu; darum ſteh uns bey.
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3. Wir wandern in der Nacht, ohne Licht, ohne
Wacht, im Finſtern, alle blind und voller Suͤnd: dich bittlich ruſen an, ſieh unſern Jammer an; ſey unſre roͤſterinn, Rothhelferinn; Maria hilf hehend, dein Augen zu uns wend, fuͤr Seel⸗ und Leibsgefahr uns all bewahr⸗
4. Maria Mutter mild, du unſer Helm und
Schild, du unſre Zuflucht biſt zu aller Friſt: treib
von uns weit und ſern allen boͤſen Ungluͤcksſtern; es Satans Liſt und Plag weit von uns jag; das Pleiſch, die boͤſe Welt, ſo uns viel Fallſtrick ſtellt,
oll uns nicht ſchaͤdlich ſeyn durch Obhuth dein.
5. Bitt fuͤr uns deinen Sohn, damit er uns rel⸗
ſchon, und unſre Suͤnd verzeih, ſein Gnad verleih: er dir ja nichts abſchlagt, und keine Bitt verſagt, es wird dir alles gewaͤhrt, was du begehrſt: drum
fey ein Mitilerinn, unfre Fuͤrſprecher inn; laß uns
zmofohlen ſeyn durch Obhuth dein.
6. Endlich an unſerm End alsdann dich zu uns
wend; des boͤſen Feinds Gewalt von uns abhaltz ſtch uns im Todskampf bey, ein ſeliges End verleih: laß deine Diener fahren ur Engelſchaar ſo wollen
ai deiren Sohn und dich im Himmelsthron rg „
ſen zr aller Zeit in Ewigkeit.


