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IV Vorrede.
Wie viel nun dazu gehoͤre, venn eine ſolche Samm⸗ lung den Namen eines vollſtaͤndgen Geſang⸗Buchs nur
fuͤr die Gemeinden eines einzigen Landes einigermaßen
behaupten ſolle, iſt dem Verlegen zwar bald von An⸗ fang an nicht ganz unbekannt geveſen. Doch hat ſich ſolches nach beiden Auflagen demſehen noch viel mehr, als er geglaubt, geoffenbart. Zu der Zeit, da etwa noch vor 100 Jahren nebſt des ſelign Lutheri und der mit oder kurz nach ihm lebenden Dchter ihren geiſt⸗ reichen und gleichſam zu einem allgeminen Bekenntniß⸗ Stuͤcke aller evangeliſchen Kirchen gewrdenen Liedern, die Anzahl der uͤbrigen, ſo man in Gttesdienſten ge⸗ brauchte, nur ganz maͤßig war, konnte diſer Name etwa noch leichter, als jetzo, erreicht werden. Nur machte damals der unbeſchreibliche Mangel an Lieern, von ein⸗ und andern Faͤllen und Materien, da mn gar keine dergleichen hatte, oder ſie doch faſt nirgendszebraͤuchlich waren, daß man in ſolcher Abſicht eben ſo henig was Vollſtaͤndiges zu liefern faͤhig war. Die ſe der Zeit ungemein zugenommene Anzahl deutſcher Peten, ſo auch in geiſtlichen Liedern ihre Kraft hervorgelan, hat bis auf unſere Zeiten die evangeliſche Kirche, in An⸗ ſehung ſowohl der Materien, wovon man vorhe ſchon ſehr geiſtreiche Geſaͤnge gehabt, als vornehmlichderer, in denen ſie vorher arm geweſen, auf eine ganz aus⸗ nehmende Weiſe an Liedern bereichert. Es wuͤrde abei der aͤußerſte Undank ſein, wenn man dieſem vorhernie gehabten Reichthume ſeinen Werth oder Namen eies hoͤchſt ſchaͤtzbaren Segens abſprechen, oder gar daruͤkr ſchel ſehen und allen dieſen neuen Liedern den Ein
gang zum Gebrauche bei oͤffentlichen Gottesdienſten ver wehren wollte. Sie ſind unſtreitig ein Zeugniß der von ſolcher Zeit an in manchen Stuͤcken, ſonderlich am Ende des vorigen und Anfange dieſes Jahrhunderts zugenom⸗
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