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und Evangelia. 127
ich das Evangelium verantworte und bekraͤftige, als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig ſey. Denn Gott iſt mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von Herzens⸗ grunde, in Chriſto Jeſu. Und daſelbſt um bete ich, daß eure Liebe jemehr und mehr reich werde, in allerley Erkennt⸗ niß und Erfahrung. Daß ihr pruͤfen moͤget, was das Beſte ſey, auf daß ihr ſeyd lauter und unanſtoͤßig, bis auf den Tag Chriſti. Erfuͤllet mit Fruͤchten der Gerechtigkeit, die durch Je⸗ ſum Chriſtum geſchehen(in euch) zur Ehre und Lobe Gottes.
Eoangelium, Matth. 18. v. 23⸗35.
Das Himmelreich iſt gleich einem Koͤnige, der mit ſei⸗ nen Knechten rechnen wollte. Und als er anſieng zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehen tauſend Pfund ſchuldig. Da ers nun nicht hatte zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn, und ſein Weib, und ſeint Kinder, und alles, was er hatte, und bezahlen. Da ſiel der Knecht nieder, und betete ihn an, und ſprach: Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen. Da jammerte den Herrn deſſelbigen Knechts, und ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da gieng derſel⸗ bige Knecht hinaus, und fand einen ſeiner Mitknechte, der war ihm hundert Groſchen ſchuldig, und er griff ihn an, und wuͤrgete ihn, und ſprach: Bezahle mir, was du mir ſchuldig biſt. Da ſiel ſein Mitknecht nieder, und bat ihn, und ſprach: Habe Geduld mit mir, ich will dirs alles bezahlen. Er wollte aber nicht, ſondern gieng hin, und warf ihn ins Gefaͤngniß, bis daß er bezahlete, was er ſchuldig war. Da aber ſeine Mitknechte ſolches ſahen⸗ wurden ſie ſehr betruͤbt, und kamen, und brachten vor ihren Herrn alles, was ſich begeben hatte. Da forderte ihn ſein Herr vor ſich, und ſprach zu ihm: Du Schalks⸗ knecht, alle dieſe Schuld habe ich dir erlaſſen, dieweil du mich bateſt. Sollteſt du denn dich nicht auch erbarmen uͤber deinen Mitknecht, wie ich mich uͤber dich erbarmet habe? Und ſein Herr ward zornig, und uͤberantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlete alles, was er ihm ſchuldig war. Alſo wird euch mein himmliſcher Vater auch thun, ſo ihr nicht vergebet von Herzen, ein jegli⸗ cher ſeinem Bruder ſeine Fehle. f 4 Am


