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Hessen-Darmstädtisches allgemeines Gesang-Buch / auf Höchste Landesfürstliche Verordnung herausgegeben
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ge, und die Tiefe, und die Hoͤhe; auch erkennen, daß

Chriſtum lieb haben, viel beſſer iſt, denn alles wiſſen, auf

daß ihr erfüllet werdet mit allerley Gottes Fuͤlle. Dem

aber, der uͤberſchwenglich thun kann uͤber alles, das wir bitten oder verſtehen, nach der Kraft, die da in uns wuͤr⸗

ket, dem ſey Ehre in der Gemeine, die in Chriſto Jeſu iſt, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen.

Evangelium, Lucaͤ 7. v. 1, 17.

Udes begab ſich darnach, daß Jeſus in eine Stadt, mit Namen Nain, gieng, und ſeiner Juͤnger giengen viel mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadt⸗ thor kam, ſiehe, da trug man einen Todten heraus, der ein einiger Sohn war ſeiner Mutter, und ſie war eine Witt⸗ we, und viel Volks aus der Stadt gieng mit ihr. Und da ſie der Herr ſahe, jammerte ihn derſelbigen, und ſprach zu ihr: Weine nicht. Und trat hinzu, und ruͤhrete den Sarg an, und die Traͤger ſtunden. Und er ſprach: Juͤngling, ich ſage dir, ſtehe auf. Und der Todte richtete ſich auf, und fieng an zu reden. Und er gab ihn ſeiner Mutter. Und es kam ſie alle eine Furcht an, und preiſeten Gott, und ſprachen: Es iſt ein groſſer Prophet unter uns auferſtanden, und Gott hat ſein Volk heimgeſucht. Und dieſe Rede von ihm erſchall in das ganze juͤdiſche Land, und in alle umliegende Laͤnder.

Am XVII. Sonntage nach Trinitatis. Epiſtel, Epheſer 4. v. 1⸗6.

So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, daß ihr wandelt, wie ſichs gebuͤhret eurem Beruf, darinn ihr berufen ſeyd, mit aller Demuth und Sanftmuth, mit Geduld, und vertraget einer den andern in der Liebe. Und ſeyd fleißig zu halten die Einigkeit im Geiſt, durch das Band des Friedens. Ein Leib und ein Geiſt, wie ihr auch berufen ſeyd, aufeinerley Hoffnung eures Berufs. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater(unſer) aller, der da iſt uͤber euch alle, und durch euch alle, und in euch allen.

f Evan⸗