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Abend„Gebeht eines Kranken.
39 Nl
Ich weiß wol, gerechter Sott! daß du mich billig um meiner ſuͤnde und un⸗ bußfertigkeit willen, ſtra⸗ feſt: ich wende mich aber itzo mit bußfertigem her⸗
zen zu dir; ach GOtt ſey
mir armen ſuͤnder gnaͤdig! Wende dein erbarmendes hen wieder zu mir, denn ſiehe! um troſt iſt mir ſehr bange. Wende dich, Herr und errette meine eele; ſiehe an meinen jam⸗ mer und elend; nim dich meiner herzlich an, und er⸗ rette mein leben vom ver⸗ derben. Gedenke, HErr! an deine treu und lege mir ja nicht mehr auf, als ich ertragen kan. Iſt es dein gnaͤdiger wille, ſo mache
meines heulens und ſeuf⸗
ens ein ende, und nim hieſe beſchwerliche krank⸗ heit in gnaden von mir, und bringe mich zu meiner vorigen geſundheit! gib
an auch der arzeney kraft und
ſtaͤrke, meiner ſchwachheit abzuhelfen. Wo du aber, gnadiger vater! ein an⸗ ders und beſſers uͤber mich
in meiner ſeelen wolfahrt
beſchloſſen haſt, ſo geſchehſe dein wille; nur gib mir geduld zu ertragen, was deine vorſehung uͤber mich beſchloſſen hat. JEſu, du ſonne der gerechtigkeit! erleuchte dieſen tag mein betruͤbtes herz, und lasß auch die zerſchlagenen ge beine, wo nicht voͤllig ge. neſen, doch durch dein hei⸗ liges zuſprechen ein troͤpf⸗ lein troſtes und deiner ruhe finden. Vor allen dingeen halte deine hand uͤber michlu dein kind, daß ich mitten in den groͤſſeſten ſchmer⸗ zen deiner ſuͤßen liebe einn gedenk ſey, und mich dei⸗ nes gewiß ankommenden troſtes und huͤlfe ſtets er⸗u freue. Erhoͤre mich, o IE⸗ ſu, mein arzt und meiſter b zu helfen! und ſey mir gnaͤdig um deines namens willen, amen. Abend⸗Gebeht eines „Branken. ₰ Pllmaͤchtiger,“ 24. Mumichtzaer, angſt und kummer hat mich umfangen, denn du, HErr!
haſt mir jammer zugefuget. b


