beraubt. ar reitet, die nun bald nebſt der Peſt ausbrach.
Hungersnoth aufs höchſte. nern mehr als einmal Gnade und Friede anbieten ließ, wenn ſie ſich ergeben wollten; ſo wieß ihr Stolz und ihre Hartnäckigkeit zurück. Der Feldherr Titus ergriff daher noch ſtrengere Maaßregeln. Die Römer fingen die Juden, welche aus der Stadt kamen, um ſich Nahrungsmittel zu ſuchen, auf
So ward die ſchrecklichſte Hungersnoth vorbe⸗
Titus rückte der Stadt immer näher; er veroberte die
untere Stadt und ließ einen Theil der Mauer einreißen; ſchloß die Stadt durch einen hohen Erdwall ein, und ließ
gar keine Lebensmittel mehr hinein. Dadurch ſtieg die
Obgleich Titus den Einwoh⸗
doch jedesmal ſolche Friedensvorſchläge
und kreuzigten ſie nahe bei der Stadt zum Schrecken der
übrigen. der Gekreuzigten waren ſo viele, daß es zuletzt an Holz zu Kreuzen ſehlte.
In einer Nacht wurden 5000 eingebracht, und
In der Stadt ſelbſt waren die Lebensmittel dergeſtalt
aufgezehrt, daß manche Reiche alle ihre Habſeligkeiten für ein Maaß Korn, oder Gerſte hingaben. Vor Hunger aßen die, welche noch etwas Getreide erkaufen konnten, die Körner ungemahlen.
Die Stärkern, beſonders die Re⸗
bpellen, liefen in den Häuſern wüthend umher, und raub⸗
ten alle Speiſen, die ſie noch fanden. Da ward kein Al⸗ ter und keine Jugend verſchont. Kindern das Eſſen vor dem Munde weg; ſogar Frauen riſſen ihren Männern, Söhne ihren Aeltern, Mütter ih⸗ ren Kindern die Speiſe aus dem Munde. Zuletzt wurde
Man nahm Greiſen und
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die Noth ſo groß, daß man vor Hunger lederne Gürtel, Schuhe und das Leder an den Schilden zernagte, altes
abgegangenes Heu zur Speiſe nahm, und eine Hand voll
davon mit 16 Groſchen bezahlte; ja man ſuchte ſogar ſeine Nahrung an unflätigen Orten, und verzehrte vor Hunger Kuhmiſt und dergleichen unreine und ungeſunde Dinge. Dadurch entſtanden Peſt und das ſchrecklichſte Elend. Die Dächer lagen voll Frauen und kleiner Kinder, die verhun⸗ gert waren, und die Straßen waren mit erblaßten Grei⸗ ſen angefülkt. Jünglinge und Knaben, wenn ſie ſchon zu ſchwellen anfingen, ſchlichen als Schattenbilder umher, und ſielen auf öffentlicher Straße todt zur Erde. Die An⸗ zahl derer, die von Peſt und Hunger hingerafft wurden⸗
die, welche d ie zanze 3e hinaus getrage dert Tauſend. Da nun u mehr war, mer. Gab n. hungerten ͤu wurden eine Soldaten lel dieſen bekam verſchluckt ge zu bringen glaubten nu ten deshald auf. Titus zu tödten, verkauft. Indeſſen nach dem die Soldat in Brand Mühe hatt geriethen ihnen vork alles lag vym Blu⸗ geſchrei er ſchon viele das Aller. römiſcher in Brand es nicht z ſchen Krit darnieder, Fuuer an glliſcht w hrannt un


