6 Abendgebät am Montage.
ſo gnädig ſieheſt? Nun, o mein Gott, da du nicht nnui wohneſt in der Höhe und im Heiligthum, ſondern auch bei denen, die zerbrochenes und zerſchlagenes Geiſtes ſind, auf daß du erquickeſt den Geiſt der Gedemüthig⸗ ten und das Herz der Zerſchlagenen; ſo bitte ich de⸗
müthig: tilge alle an mir noch beſindliche Sündenflecken
Du biſt der Herr, nach deſſen Willen alles geſchehen, und dem alles dienen ſollte: wie finde ich hingegen mei⸗ nen Willen deinem heiligen Willen ſo ſehr zuwider, und mein Herz ſo kalt gegen das Andenken deiner Gna⸗ dengegenwart! Um Chriſti willen, ſchone meiner! ver⸗ gib mir alle, auch meine verborgene Fehler! Erfülle ferner an mir deine gnadenreiche Verheißung: Ich will dich nicht verlaſſen, noch verſäumen. Du biſt ja nicht ein Gott, der ferne ſei; du erfülleſt vielmehr Himmel und Erde, und umgiebſt auch mich, wo ich ſitze oder liege. So ſei demnach auch in dieſer Nacht nicht ferne von mir; eile auch mir beizuſtehen, Gott, meine Hülfe! Beweiſe auch an mir deine große Gnade, du Heiland derer, die auf dich hoffen! Beſchirme mich und alles,
was du mir verliehen haſt, unter dem Schatten deiner Flügel. Sey du für mich, ſo wird nichts wider mich ſeyn. Ja, Vater, wie du deines geliehten Sohnes nicht verſchonet, ſondern ihn für uns all auch für
alle, und
mich dahin gegeben haſt, ſo ſchenke mir und allen, die ihn angenommen haben, heute und allezeit mit demſel⸗ ben alles andere, was wir an Leib und Seele bedürfen, Amen, um Jeſu willen, Amen.
Morgengebaͤt am Dienſtage.
C ott, deine Güte iſt alle Morgen neu, und deine Treue, die du an mir beweiſeſt, iſt ſehr groß! Ein Tag ſagt es dem andern, und eine Nacht thut es kund der andern, wie geſchäftig, du Herr! in jedem Augenblicke meines Daſeins, zu meiner Erhaltung, zu meiner Freu⸗ de und Glückſeligkeit biſt; du ſchaffeſt es, daß ich ſich er ruhe. Wann Finſterniß die Erde bedeckt, und wann ich ſelbſt nichts von mir weiß, dann wacheſt du, mein Leben zu bewahren: aber auch du biſt es, Herr Cd
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jetzt, in diſſer ie ſchäft! Meine Se
was in wit iſt, de lobe dich, und ver ſen Auſenblick, an ruhig zeſchlaſen h Nacht beroffen ha⸗ ſo geſund wieder ſah, daß ich nich dieſes Tages w neuerten Kräften ich verüünftig der fen meinet See⸗ der einem verni o Golt, habe Verleihe mir nur der Güter, die gleichſem von ne zen, und daß ic welcher du ſie in allem was weinen Vergni bindungen, in und im Herzen din heiliges( ſchaft vor dir, Dadurh werde ich in keine Si ſat thue, was auch an dieſen mmen fürchte kenen Nange


