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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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478 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

3. Allmächtig ſtärkteſt du die halb erſtorbnen Glieder; ich fand in neuer Kraft auch neue Freuden wieder; und Herr, nun gibſt du mich den Meinigen zurück! Dir dank ich, Gott, nur dir, des neuen Lebens Glück!

4. Herr, durch mein Le⸗ ben ſelbſt will ich dir Dank beweiſen, durch frommen Wandel dich an jedem Tage preiſen, und redlich meine Kraft dem Wohl der Men⸗ ſchen weihn, um ewig einſt bei dir des Lebens werth zu ſeyn.

Vorbereitung auf den Tod und Troſt für Sterbende.

Mel. Mein Gott, das Herz

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Sorg und Schmerzen ab, und dieſen Prüfungsſtand; die Erde nehme, was ſie gab: ich ruh in Gottes Hand!

2. Ich geh den Weg zum ew'gen Licht: er mag mir dunkel ſeyn; des Todes Schlaf erſchreckt mich nicht: ich geh zum Leben ein.

3. Ich werde durch des Todes Nacht zum Himmel eingeweiht; die unerforſch⸗ lich weiſe Macht fuͤhrt mich zur Seligkeit.

Mel. Wann mein Stündlein =cXott, wann mein 6 59 G ſterbend Auge bricht, mein letzter Hauch verſchwindet, mein Leib er⸗

ſtarrt, und ſelbſt es nicht, daß er entſchläft, empfindet; wann um mich, den Ent⸗ ſchlummernden, nun alle meine Lieben ſtehn, und angſtvoll mich beweinen:

2. Dann, Vater, nimm

ihn auf den Geiſt, der freu⸗

dig zu dir fliehet, der dank⸗ bar deine Guͤte preiſt, daß er den Tod nicht ſiehet; dann tröſte, die betrübt um mich mit Thränen klagen; laß ſie ſich mehr meiner Wonne freuen!

3. Mein hingefallner Leib bleibt hier, ihn wird das Grab verſchließen. Doch einſt wird es verkläret mir ihn wiedergeben müſſen. Du kommſt, Erwecker! Deine Macht, die ihn aus Nichts hervorgebracht, kann neu ihn wieder bauen.

4. Wie könnt' ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert? Wie könnt ich klagen, da ihn Gott vom Tode wieder fordert? O Hoffnung, daß nach kur⸗ zer Ruh mein Leib erwacht, wie groß biſt du, und welch ein Troſt im Tode!

5. Des Todes Schmerzen, Gott, will ich, wenn er nun kommt, nicht achten und mit getroſtem Blick auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Zielf freudig nahn, mein himmliſch Klei⸗

nod zu empfahn, das Je⸗

ſus mir erworben.

Mel.

1

Mel. d

bringe! ring, ringe keit, die Frohloch allen H

4. 4