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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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468 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

und Recht verdreht, der floͤ⸗ ße Graun mir ein; vor dem Verſuchten, der dich ſchmäht, erzittre mein Gebein!

9. Mich lehre ſtets dein heilig Wort auf guten We⸗ gen gehn, und, wenn ich kann, an jedem Ort im Tem⸗ pel dich erhöhn!

10. Dann bin ich meiner Aeltern Luſt, im Alter einſt ihr Stab und keines Laſters mir bewußt, begleit ich ſie ans Grab.

11. Mir folgt ihr Segen

durch die Welt, bis einſt mein Auge bricht, und mei⸗ nen Geiſt, der dir gefaͤllt, erſchrecket kein Gericht.

12. Gedanke der Unſterb⸗ lichkeit, erhebe meinen Geiſt! Wohl mir, es iſt die Ewig⸗ keit, wohin der Glaube weiſt!

Fürbitte für liebe Abweſende. Mel. Der unſre Menſchheit

u, welchen keine 641 D Welt um⸗ ſchließt, der du allgegen⸗ wärtig biſt mit allen deinen Segen, wo meine Lieben ſind, auch da biſt du voll Huld, biſt ihnen nah auf allen ihren Wegen! Dies iſt's, was meine Thränen ſtillt, wenn banges Sehnen mich erfüllt. 2. Mach ihnen mild das ferne Land, und laß, an deiner Vaterhand, ſie dort

der Noth; bewahre ſie vor

auch Freuden finden. Sei, wenn ein Unfall ihnen droht, ihr Schutz, ihr Retter in

Sünden! Auch dort ſei ſtets der Tugend Ruhm ihr un⸗ verletztes Eigenthum. 3. O kehren ſie mir einſt zurück! Des Wiederſehens großes Glück macht froh ſchon meine Seele. Doch ſäh ich auch ihr Angeſicht nun ferner hier auf Erden nicht; was iſt's, daß ich mich quäle? Ich weiß, o Gott, ein Tag erſcheint, der wieder mich und ſie vereint. 4. O wie gedenk ich dein ſo gern, du Tag des Lebens, Tag des Herrn! Wann wird dein Licht erſcheinen? O Tag, der die mir wieder gibt, die trauernd meine Seele liebt, die Seligen, die

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Meinen! Wie wird ſich unſre

Seele freun! Wie ſelig wer⸗ den dann wir ſeyn!

Bei anſteckenden Krankheiten. Mel. Allgegenwärtiger, ich

9 642 mer fallen wir gebeugt und demuthsvoll vor dir, o Herr des Lebens, nieder. Ach, uns bedroht ein

ſchneller Tod; ſchon würgt

er unſre Brüder.

2. Der Seuchen Gift ver⸗ breitet ſich, und Gott, wen haben wir, als dich, der ſeine Wuth ihm raube?

Irn unſerm Kum⸗

Wo deine

deine M wacht, Staube. 3 Ach ins Gre ſchnell h Hülf un noch! E nahen U 4. 9 Vorſicht keine Zul deiner C Herr!( der Tod 5. W Sohn m ſchaue beugte allein ka wir ſind 6. J. terhand Volk u jede Pla nimm vo der heitr 7. Do nicht bei doch ge uns gal hen wir in deinen 8 Zer