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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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Weisheit, Luſt und Kräfte zu jedem redlichen Bemühn, wodurch man unter weiſer Zucht der Kinder Herz zu bilden ſucht!

2. Du rufſt die Menſchen in das Leben, und willſt, ſie ſollen glücklich ſeyn; haſt ih⸗ nen auch den Ruf gegeben, ſich gern zu Andrer Dienſt zu weihn. Durch Zucht zu beiden führet man ſie fruͤh zu weiſer Ordnung an.

3. Wohl Aeltern, welche deinen Willen hierin mit Redlichkeit vollziehn, und dieſe Abſicht zu erfuͤllen, ſich nach Vermögen treu bemühn! Wohl ihnen hier in dieſer Zeit und einſt in jener Ewigkeit!

4. Sie baun das Wohlſeyn ihrer Jugend zu deines gro⸗ ßen Namens Preis; ſie leh⸗ ren Weisheit ſie und Tugend durch eignen und durch An⸗

derer Fleiß; und um Gedeihn

fleht ihr Gebet zu dir, in deſ⸗ ſen Hand es ſteht.

5. Sie prägen fruh den jungen Seelen vor dir die tiefſte Ehrfurcht ein. Viel Gutes ihnen zu erzahlen und ſich mit ihnen fromm zu freun, iſt guter Väter, Mut⸗ ter Luſt, flößt Tugend in der Kinder Bruſt.

6. Mit weiſer Liebe ſie zu lenken, mit Freundlichkeit in ihr Gemüth die edlern Triebe früh zu ſenken, iſt ihre Sorgfalt ſtets bemüht. Doch, widerſtrebt das Kind der

Geſinnung und Verhalten des Chriſten

Pflicht, ſchont weiſe Zucht des Lieblings nicht. 7. O welch ein wonnerei⸗

cher Segen fuͤr Aeltern, Kin⸗

der und die Welt, wenn fromme Zucht auf deinen Wegen, o Herr, der Abſicht nicht verfehlt! Luſt ſtrömt den Aeltern, Glück und Heil iſt hier und dort der Kinder Theil.

8. Und für ein Volk, fuͤr ganze Staaten, o welch ein

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ſeliger Gewinn, wenn junge Bürger wohl gerathen, erzo⸗ gen, Herr, nach deinem Sinn! Fleiß, Ordnung, Wohlſtand, Fried und Ruh' nimmt dann durch ſie auf Erden zu.

9. Ach aber, welche Peſt auf Erden bringt nicht ver⸗ ſäumte Kinderzucht! Sie hauft den Aeltern ſelbſt Be⸗ ſchwerden, die oft hernach ihr Herz verflucht. Die Opfer ihrer Läſſigkeit ver⸗ mehren ſelbſt noch dort ihr Leid. 10. O Gott , lehr' Aeltern dieß erwaͤgen; erweck' und ſtärke ihr Bemühn, daß, unter deinem milden Segen, ſie ihre Kinder wohl erziehn! O klaß ſie einſt ſo gluͤcklich ſeyn, mit ihnen ſich noch dort zu freun!

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tern, eure

Pflicht! Verwahrloſt eure Kinder nicht! Gewöhnet ſie

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