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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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Geduld und Gelaſſenheit im Leiden.

7. Zwar ſtöoört das Kreuz oft deine Ruh'; mit bangen Thränen ſäeſt du und unter viel Beſchwerden. Chriſt, hoffe doch! Es wird dir noch zur reichen Aernte werden.

8. Verſchmerzt iſt bald ein irdiſch Leid: kurz iſt der Au⸗ genblick der Zeit; doch ewig, ewig währet dort dein Ge⸗ nuß ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geiſt begehret.

9. Auch bleibet ſtets dein Gott getreu; ſteht dir als Vater liebreich bei; ſorgt, daß er dich erquicke. Er ſchafft dir Raſt, daß deine Laſt dich nie ganz nieder⸗ drücke.

10. Verbirgt er auch ſein Angeſicht, dies raube deinen Muth dir nicht! Gott kann ſein Kind nicht haſſen. Wer ihn nur liebt, ſich ihm ergibt, den wird er nicht ver⸗ laſſen.

11. Durch Trübſal ſind zu aller Zeit die Frommen in die Herrlichkeit, gleich Jeſu, eingegangen. Denkſt denn nur du, in träger Ruh' die Krone zu erlangen?

12. Demüthige dich, gleich

als ſie; gleich ihnen bet und zage nie; denn Gott erhört dein Flehen. dein Leid; zu ſeiner Zeit wird dich dein Gott erhöhen!

Mel. Herzliebſter Jeſu!

in Herz, o Gott 464 E in Leid und

Bald weicht

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Kreuz geduldig, das bin ich dir und meinem Heile ſchul⸗ dig. Laß mich die Pflicht, die wir ſo oft vergeſſen, täglich ermeſſen.

2. Bin ich nicht Staub, wie alle meine Väter? Bin ich vor dir, Herr, nicht ein Uebertreter? Thu ich zu viel, wenn ich die ſchweren Tage ſtandhaft ertrage?

3. Wie oft, o Gott, wann wir das Böſe dnlden, er⸗ dulden wir nur unſrer Thor⸗ heit Schulden, und nennen Lohn, den wir verdient be⸗ kommen, Trübſal der From⸗ men!

4. Iſt Dürftigkeit, in der die Trägen klagen, ſind Haß und Pein, die Stolz und Wolluſt tragen, des Schwel⸗ gers Schmerz, des Neids vermißte Freuden, des Chri⸗ ſten Leiden?

5. Iſt deren Qual, die deinen Rath verachtet, nach Gottesfurcht und Glauben nie getrachtet, und die nun büßen ihrer Thorheit Freu⸗ den, chriſtliches Leiden? 6. Doch ſelbſt, o Gott, in Strafen unſrer Sünden laͤßt du den Weg zu unſerm Heil uns finden, wenn wir ſie uns, die Miſſethat zu haſſen, züchtigen laſſen.

7. Streb ich nur nach dem Frieden im Gewiſſen: wird Alles mir zum Beſten dienen müſſen. Du, Herr, regierſt

und