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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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340 Pflichten gegen

Geſchäfte und ihr Gebrauch iſt Glück für dich. 3. Hat Andern deines Va⸗ ters Segen mehr Güter an⸗ vertraut, als dir: darf dies wohl deinen Neid erregen? Denk: wer iſt Gott ? und wer ſind wir? Weiß er nicht beſſer, was dir nützet, und deinem Nächſten frommt, als du? Wenn er dich naͤhrt, regiert und ſchützet: was fehlet dann noch deiner Ruh'? 4. Du prangeſt nicht in hohen Würden; beneide nicht der Großen Glück. Sie ſeuf⸗ zen unter ſchweren Bürden, und oft ſtürzt ſie ein Augen⸗ blick. Dir ward kein Ueber⸗ fluß gewahret; wünſch' ihn auch nicht aus Selbſtbetrug! Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, der iſt

begluͤckt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum frohen Leben, was ich be⸗ darf, und mehr verliehn, laß eifrig ſich mein Herz beſtreben, die Unzufrieden⸗ heit zu fliehn! In Demuth laß mein Herz ſich üben,

Gott deiner Güte ſich zu

freun; dich ehren, dir ver⸗ traun, dich lieben, muͤſſ' ewig meine Wonne ſeyn.

Mel. Wer nur den lieben Gott 5 1 uch bin in meinem

Gott zufrieden,

mit dem, was er zu meinem

uns ſelbſt.

Theil an Gluͤck und Unglück mir beſchieden: ſein weiſer Rath ſucht ſtets mein Heil. Ob er mir gleich oft widrig ſcheint, doch weiß ich, daß er's treulich meint.

2. Er weiß allein, wo⸗ durch auf Erden ſein großer Name für und für muß herr⸗ lich und geprieſen werden. Erreicht er dieſen Zweck an mir, ſo bin ich ruhig und vergnügt mit Allem, wie er's mit mir fügt.

3. Muß mir die Freuden⸗ ſonne ſcheinen: ſo dank ich fröhlich ſeiner Huld; muß aber ich in Trübſal weinen; ſo nehm ichs auch an mit Geduld. Denn das, was ſeine Weisheit thut, iſt Alles ewig recht und gut.

Mel. Herr, ich habe mißgehandelt cheint mir freu⸗ 452 S denleer das

Leben, freudenleer mein Stand, mein Loos; iſt mein höchſter Wunſch, mein Stre⸗, ben, reich zu ſeyn, geehrt und groß; dann verfließen meine Tage mir in Mißmuth, Sorg

und Plage. 4 2. Lernt' ich mäßiger be⸗ gehren, mäßiger im Wün⸗ ſchen ſeyn, jetzt genießen, dann entbehren: o wie gluͤck⸗ lich würd' ich ſeyn! Meine Freuden, meine Schmerzen fließen nur aus meinem Herzen. 3. Hoher Stand und Droße 88 5 U⸗

Dein Reich Getuͤnmel

(

Gitet ſchaft denheit: wa Gemüther wu nigſamkeit, hett ſch ver Glück auf⸗

4. Gott Segen ſtets techand; nie wüͤnſchen p er es heilſa nich hat er auch mein. neſſe.

5 Ninget Wilen , Bri fricdenheit! ten zu erfi Geiſtesheite herzen ti macht zu j droſſen .

6. Laß meinem Leb Pfichten te linhlich dir in deiner ein Blick auf ſtabke dann keiden.

Streben und Gen

Ieigen

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in den ſil ſüßer 48 der Paradie