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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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336 Pflichten gegen uns ſelbſt. I

zu jenem tüchtig ſey! Voll⸗ kommne Freude wohnt nicht

ſtatt zu klagen, ſte ſey zu kurz, gebrauch ſie treu! Nimm 18

Hiier iſt der Vorbereitungs⸗ hier, wohnt nur im Himmel, erkentlicen ort: Beſtrafung und Beloh⸗ Gott, bei dir. hen Stunden nung dort. 7. Wohl mir, wenn ich es Gett 2. Du ſchenkteſt mir Ver⸗ muthig wage, der großen Kanghiten, ſtand und Willen; die Wahr⸗ Hoffnung werth zu ſeyn, und ans(eben heit zu erkennen, Licht, Kraft, dieſe kurze Uebungstage Gott ſtielſt dein deine Vorſchrift zu erfuͤllen und der Tugend ganz zu zeiten, und und lehrteſt ſelbſt mich meine weihn, wenn nie mein Fuß Fahte weg. Pflicht. Fuür Tugend gabſt den Pfad verliert, der mich ner Steih i du mir Gefüͤhl, und Frei⸗ zum beßren Leben führt! Auguölices heit, was ich waͤhlen will. 8. Wohl mir, wenn ich 7 Enwi 3. Du goſſeſt zwar auf den Hang zur Suͤnde, die beſtzen, ſollſt dieſer Erde viel Anmuth, Luſt des Fleiſches und der eebes Zeit n Pracht und Schönheit aus Welt, und jede Lockung über⸗ eih weilchn und ſchmuͤckteſt durch dein winde, die meinem Herzen vas ir der h mächt'ges: Werde! auch Netze ſtellt, wenn ich: o ſeli⸗ ruft dir mer meiner Seele irdiſch Haus, ger Gewinn! als Sieger au ſt,Ens gabſt mir der Sinne fein dort gekrönet biinn ſaumiſt du Gefuͤhl und auch dadurch der 9. O gib mir deines Gei⸗ 4 Dume Freuden viel! ſittes Starke, der du in Schwa⸗ ne Selle, 1

4. Doch einſt muß ich dieß chen mächtig biſt, mir, der ein andermal Leben ſchließen, weil dies zu dieſem großen Werke zu bet' md ibe mein irdiſch Haus zerbricht. ſchwach und noch ſo ſinnlich chenage kle Drum ſoll ich zwar die Welt iſt! Das Eitle lehre mich fronim und n genießen, doch als genöß' ich verſchmähn, und auf das Herrn, wäͤr' a ihrer nicht. Ich ſoll der Ewige nur ſehn! noch ſt fem. Sinne Luͤſte fliehn, wann ſie 10. Laß mich oft in geſun⸗ 5. Mt jede mich zu der Erde ziehn. den Tagen im Geiſt zu mei⸗ D rgete 5. Der Freude ſoll ich oft nem Grabe gehn, und da bei deſer Pfücht nicht achten, ſo ſehr ſie auch Freuden und bei Plagen auf rGot, ſt me die Sinne reizt; nach Wol⸗ dich, und jenes Leben ſehn: ich bin vor de luſt, Ehr' und Gold nicht damit ich, meiner Pflicht ge⸗ und wil, mia trachten, wonach der Menſch treu, der höhren Freuden uuſtemn, me ſo lüſtern geizt; nie ſcheuen, würdig ſey! er Tigend t was die Pflicht gebeut, und d Eleuct wär' es auch voll Bitterkeit. Mel. Wer nur den lieben Gott mein enie

6. Dein Unterricht ſey nicht 5 4 6 Es eilt der letzte ch attt vergebens! Gib, Vater, daßs[◻10 Q. von den Ta⸗, ſchenſt,d

ich ihm getreu und beim Ge⸗ gen, die du hier lebeſt, Menſch, erwäͤlle, ehu nuſſe dieſes Lebens einſt auch herbei; erkauf die Zeit, und ieſen Ta