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bes Pflege zielt; nein, ſtets in jenen Schranken bleibe, die dein Geſetz mir anbe⸗
ſiehlt! Des Koörpers Wohl laß nie allein der Endzweck
meiner Sorge ſeyn! 8. Mein größter Fleiß auf dieſer Erde ſei meiner Seele Wohl geweiht, daß ſie zum Himmel weiſe werde und reife zur Vollkommenheit! Dazu, Herr, ſegne meinen Fleiß, ſo leb und ſterb ich dir zum Preis.
Mel. Wer nur den lieben Gott
dee. Wel nun e eee Wol⸗ 433 Deunn Nei
zu widerſtreben, laß, Höch⸗ ſter, meine Weisheit ſeyn!
Sie iſt ein Gift fuͤr unſer
1
Leben, und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh ich demuthsvoll zu dir: o ſchaff ein reines Herz in mir!
2. Die Wolluſt kürzet unſre Tage: ſie raulbt dem Körper ſeine Kraft; und Armuth,
Seuchen, Schmerz und Pla⸗
ge ſind Fruchte dieſer Leiden⸗
ſchaft. Der haßt ſich ſelbſt, der Wolluſt liebt, und ſich
3. Sie raubt dem Herzen Muth und Stärke: ſchwaͤcht
den Verſtand, der Seele Licht; erſtickt den Eifer edler
Werke) deu Exnſt, die Luſt zu jeder Pflicht: füͤhrt Rene und Gewiſſensſchmerz in das ihr hingegebne Herz. —
4. Der Menſch ſinkt unter
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Pflichten gegen uns ſelbſt.
ihrer Buͤrde noch tiefer, als zum Thier, herab; er ſchän⸗ det und entehrt die Würde, die ihm ſein weiſer Schöp⸗ fer gab; vergißt den Zweck, zu dem er lebt, wenn er nach niedern Luſten ſtrebt. 5. So ſchimpflich ſind der Wolluſt Bande! Schon vor der Welt ſind ſie ein Spott; ſte ſind vor dem Gewiſſen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! Wer ſich in ihre Knechtſchaft gibt, wird nicht von dir, o Gott, geliebt. b 6. Den übergibſt du dem Verderben ſchon hier, der ſeinen Leib entweiht; und nie wird deinen Himmel er⸗ ben, wer ſich unreiner Luͤſte freut. Ach laß mich ihre Reizung fliehn, und keuſch zu ſeyn mich ſtets bemühn! . Gib, daß ich allen bö⸗ ſen Luſten mit Muth und Nachdruck widerſteh, und ſtets, dawider mich zu ruͤ⸗ ſten, auf dich, Allgegen⸗ wärt'ger, ſeh'! Wer dich,
4.
o Gotk, vor Augen hat, flieht
auch verborgne Miſſethat.
ey aller Wol⸗
O S luſt Reiz zu wehren, Menſch, ein Freund der Nuͤchternheit! Laß Speiſ' und Trank dich nie beſchweren und ſteure deiner Sinnlichkeit! Sey deiner Schwachheit
dir be⸗
Sorgef
ußt, 1 3 mhn euſt „ Un tohe düke, ſe ſ deinen Keid, Unge di ged ſhetea des frechen Scheh en dittt das Her 3 Ernieſ Friie ürch, Tlüngteit Sputwehr ſe Träͤgheit icſket. Dei dei Mußigg ieder hoſe
4 Wilſt Woluſt da Freiheit dir du ihn un pfen, ſoba empört!/ H
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5 Oſttäu ſters Triee richt die G zu unenlau ſchaft war; Nat magh wegiſ hat. em
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